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16 Kryptowährungen als Rohstoffe klassifiziert – SEC und CFTC ebnen Weg für ETFs
Krypto9. April 2026· 2 Min. Lesezeit

16 Kryptowährungen als Rohstoffe klassifiziert – SEC und CFTC ebnen Weg für ETFs

Von Redaktion aktie.com

Die US-Wertpapieraufsicht SEC und die für Rohstoffe zuständige CFTC haben am 17. März 2026 eine gemeinsame Auslegungsregel veröffentlicht, die 16 Kryptowährungen eindeutig als digitale Rohstoffe klassifiziert. Die Entscheidung beendet eine jahrelange regulatorische Unsicherheit und schafft die rechtliche Grundlage für die Zulassung von Krypto-ETFs auf diese Assets.

Klare Zuständigkeiten statt Grauzone

Mit der neuen Regel steht fest: Die betroffenen Kryptowährungen – darunter Bitcoin und XRP – gelten nicht als Wertpapiere, sondern als Commodities. Commodities sind handelbare Rohstoffe oder Waren, deren Regulierung in den USA traditionell der CFTC untersteht. Die Abgrenzung ist entscheidend: Wertpapiere müssen strengere Offenlegungspflichten erfüllen und unterliegen der SEC-Aufsicht, während Commodities anderen Regeln folgen.

Beide Behördenleiter – CFTC-Vorsitzender Rostin Benham und SEC-Chef Gary Gensler – betonten, dass je nach Ausgestaltung eines Krypto-Assets unterschiedliche Zuständigkeiten greifen können. Die nun klassifizierten 16 Assets fallen klar in den CFTC-Bereich.

Weg frei für börsengehandelte Fonds

Die Einstufung als Rohstoff ebnet institutionellen Anlegern den Zugang zu Krypto-Investments über regulierte Finanzprodukte. Die SEC hat bereits generische Listungsstandards für sogenannte Commodity-Based Trust Shares genehmigt – eine Fondskategorie, die Rohstoffe oder rohstoffbasierte Indizes abbildet.

Konkret bedeutet das: Fondsanbieter können nun ETFs auflegen, die diese 16 Kryptowährungen direkt halten, ohne befürchten zu müssen, gegen Wertpapiergesetze zu verstossen. Die SEC hat etwa den Grayscale Digital Large Cap Fund zugelassen, der Krypto-Assets auf Basis des CoinDesk 5 Index hält. Auch Optionen auf Bitcoin-ETF-Indizes wurden genehmigt.

Staking bleibt erlaubt

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Regelung: Staking – das Hinterlegen von Kryptowährungen zur Validierung von Transaktionen gegen Zinserträge – wird nicht als Wertpapiergeschäft eingestuft. Diese Klarstellung ist für Krypto-Börsen und institutionelle Anbieter zentral, die Staking-Dienste anbieten.

Bedeutung für europäische Anleger

Auch wenn die Entscheidung US-Behörden betrifft, wirkt sie sich auf den globalen Krypto-Markt aus. Regulatorische Klarheit in den USA gilt als Referenz für andere Jurisdiktionen und dürfte institutionelles Kapital mobilisieren. Für Anleger im DACH-Raum bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass vergleichbare Produkte auch in Europa schneller zugelassen werden. Die EU-Krypto-Verordnung MiCA schafft bereits einen Rahmen – die US-Entscheidung könnte als Blaupause für die konkrete Umsetzung dienen.

XRP profitiert besonders von der Regelung: Die Klassifizierung beendet die regulatorische Unsicherheit, die seit der SEC-Klage gegen Ripple Labs im Jahr 2020 bestand.

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