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Amazon-Aktie verliert 13 Prozent in einem Monat – Mechanical Turk wird eingestellt
Aktien6. Juli 2026· 3 Min. Lesezeit

Amazon-Aktie verliert 13 Prozent in einem Monat – Mechanical Turk wird eingestellt

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

  • Die Amazon-Aktie fiel im vergangenen Monat um 13 Prozent (Stand: 5. Juli 2026)
  • Amazon nimmt ab sofort keine neuen Kunden mehr für Mechanical Turk auf (Ankündigung: 5. Juli 2026)
  • Amazon Web Services (AWS) verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 28 Prozent – das stärkste Wachstum seit 15 Quartalen
  • Meta plant den Aufbau eines eigenen Cloud-Geschäfts für AI-Rechenleistung in direkter Konkurrenz zu AWS
  • Amazon entwickelt neue AI-Chips für Heimtechnologie und zukünftige mobile Geräte
  • Die Nettoumsätze von Amazon wuchsen mit zweistelligen Prozentraten

Die Aktie von Amazon.com Inc. (AMZN) verlor im vergangenen Monat 13 Prozent an Wert (Stand: 5. Juli 2026). Gleichzeitig gab das Unternehmen am 5. Juli 2026 bekannt, dass der Crowdsourcing-Dienst Mechanical Turk keine neuen Kunden mehr aufnehmen wird – ein Schritt, der möglicherweise das Ende des 2005 gestarteten Dienstes einläutet.

Mechanical Turk vor dem Aus

Mechanical Turk, eine Plattform für digitale Kleinstaufträge, die von menschlichen Arbeitskräften ausgeführt werden, akzeptiert ab sofort keine Neuregistrierungen mehr. Der Dienst ermöglichte es Unternehmen, Aufgaben wie Bilderkennung, Datenverifizierung oder Umfragen gegen Bezahlung an eine weltweite Crowd auszulagern. Amazon hat bislang keine offizielle Stellungnahme zur vollständigen Einstellung des Dienstes abgegeben.

Kursentwicklung belastet durch Investitionskosten

Der Kursrückgang von 13 Prozent im vergangenen Monat dürfte laut Marktbeobachtern mit den massiven Kapitalausgaben des Unternehmens und Sorgen über Konsumausgabenmuster zusammenhängen. Trotz dieser Bedenken verzeichnete Amazon bei den Nettoumsätzen weiterhin zweistellige Wachstumsraten.

AWS wächst – aber Meta baut Konkurrenz auf

Amazon Web Services (AWS), die Cloud-Sparte des Konzerns, bleibt ein Wachstumstreiber. Im ersten Quartal 2026 legte der AWS-Umsatz um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu – das stärkste Wachstum seit 15 Quartalen. AWS ist der weltweite Marktführer für Cloud-Infrastruktur und bietet Unternehmen Rechenleistung, Speicher und Dienste für künstliche Intelligenz an.

Diese Vormachtstellung könnte unter Druck geraten: Meta Platforms plant den Aufbau eines eigenen Cloud-Geschäfts, das AI-Rechenleistung verkaufen soll. Damit würde Meta in direkte Konkurrenz zu AWS, Microsoft Azure und Google Cloud treten. Details zum Zeitplan und Umfang des geplanten Meta-Cloud-Angebots sind noch nicht bekannt.

Neue AI-Chips für Geräte und Mobilfunk

Am 2. Juli 2026 stellte Amazons Leiter für Geräte und Dienste neue AI-Chips vor, die in Heimtechnologie-Produkten und zukünftigen mobilen Geräten zum Einsatz kommen sollen. Die Chips unterstützen den Ausbau von Amazons Strategie im Bereich künstlicher Intelligenz, darunter die Weiterentwicklung des Sprachassistenten Alexa und eines Premium-Dienstes namens Alexa Plus.

Indirekte Beteiligung an Anthropic

Neben den hauseigenen Entwicklungen profitiert Amazon indirekt vom Boom rund um künstliche Intelligenz: Das AI-Unternehmen Anthropic, an dem Amazon beteiligt ist, reichte im Juni 2026 vertraulich einen Antrag für einen Börsengang ein. Eine Finanzierungsrunde bewertete Anthropic zuletzt mit 965 Milliarden US-Dollar. Alphabet hält etwa 14 Prozent an Anthropic – eine Beteiligung im Wert von rund 135 Milliarden US-Dollar. Amazons Anteil an Anthropic wurde nicht offengelegt.

Einordnung für Anleger

Die Frage, ob die Amazon-Aktie nach dem Rückgang von 13 Prozent ein Kauf ist, hängt von der Bewertung mehrerer Faktoren ab: Das Cloud-Geschäft zeigt robustes Wachstum, steht aber vor neuer Konkurrenz. Die hohen Investitionen in AI und Infrastruktur belasten kurzfristig die Profitabilität, könnten aber langfristig die Wettbewerbsposition stärken. Die Einstellung von Mechanical Turk betrifft einen Nischendienst ohne wesentliche Umsatzbedeutung.

Anleger sollten die weitere Entwicklung der Konsumausgaben, die Auswirkungen der Kapitalausgaben auf die Margen und die Wettbewerbsdynamik im Cloud-Markt beobachten. Konkrete Kursziele oder Bewertungskennzahlen liegen derzeit nicht vor.

Quellen

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