
Amazon steigert Produktion von Robotaxis und setzt auf KI-Infrastruktur
Von Redaktion aktie.com
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Zoox will ab sofort bis zu 100 aufgerüstete Robotaxis pro Woche in Hayward produzieren (24. Juni 2026)
- Amazon entwickelt eigene Trainium-KI-Chips, die von interner Nutzung auf potenzielle externe Vermarktung ausgeweitet werden könnten
- AWS verzeichnet Wachstum durch die Plattform Bedrock und ein 'Training-as-a-Service'-Modell (TaaS)
- Amazon-CEO Andy Jassy äusserte im Juni 2026 Bedenken zu Anthropic-Modellen, bevor die Regierung den Zugang weltweit einschränkte
- Analysten stufen Amazon trotz Kursrückgang unter 245 US-Dollar als unterbewertet ein und sehen Potenzial durch KI-Infrastruktur
Die Amazon-Tochter Zoox gab am 24. Juni 2026 bekannt, die Produktion aufgerüsteter Robotaxis in ihrer Fabrik in Hayward, Kalifornien, auf bis zu 100 Fahrzeuge pro Woche hochzufahren. Das Unternehmen präsentierte zeitgleich ein überarbeitetes Robotaxi-Design, das die Fahrerfahrung verbessern soll. Zoox ist seit 2020 im Besitz von Amazon und entwickelt autonome Fahrzeuge ohne Lenkrad oder Pedale.
Produktionshochlauf für autonome Flotte
Das Werk in Hayward wurde als zentrale Produktionsstätte für die kommerzielle Skalierung der Robotaxi-Flotte ausgebaut. Zoox testet seine Fahrzeuge bereits in mehreren US-Städten, darunter San Francisco und Las Vegas. Mit der angekündigten Produktionsrate von 100 Einheiten pro Woche würde das Unternehmen seine Kapazitäten deutlich ausweiten und sich auf einen breiteren Markteintritt vorbereiten.
Die Investition in autonome Mobilität ist Teil von Amazons Strategie, sich neben dem Kerngeschäft E-Commerce auch in Technologiebereichen wie Logistik und Transport zu positionieren. Robotaxis könnten langfristig sowohl für den öffentlichen Personentransport als auch für Lieferdienste eingesetzt werden.
Massive Investitionen in KI-Infrastruktur
Parallel zur Robotaxi-Offensive investiert Amazon massiv in KI-Infrastruktur. Im Zentrum stehen die hauseigenen Trainium-Chips, die Amazon zunächst für interne Anwendungen entwickelte. Analysten von Seeking Alpha wiesen am 22. Juni 2026 darauf hin, dass diese Chips künftig auch extern vermarktet werden könnten, was zusätzliches Umsatzpotenzial schaffe. Amazon hat ausserdem Verpflichtungen im Umfang von 225 Milliarden US-Dollar für den Ausbau von Cloud-Kapazitäten angekündigt.
Die Cloud-Sparte AWS (Amazon Web Services) verzeichnet Wachstum durch die Plattform Bedrock, die Unternehmen den Zugang zu KI-Modellen erleichtert. Ein weiteres Wachstumsfeld ist das sogenannte Training-as-a-Service-Modell (TaaS), bei dem AWS Rechenkapazität für das Training grosser KI-Modelle bereitstellt. Laut Seeking Alpha positioniert sich Amazon damit als dominierender Infrastruktur-Anbieter im KI-Bereich.
Bedenken zu Anthropic-Modellen
Amazon-CEO Andy Jassy äusserte laut einem Bericht von TechCrunch vom 13. Juni 2026 Sicherheitsbedenken bezüglich bestimmter Modelle von Anthropic, einem KI-Startup, an dem Amazon beteiligt ist. Kurz darauf schränkte die US-Regierung den weltweiten Zugang zu zwei Anthropic-Modellen ein. TechCrunch berichtete, dass Jassy möglicherweise die Quelle der Bedenken gewesen sei, die zur behördlichen Massnahme führten. Amazon hat sich zu den Details nicht öffentlich geäussert.
Anthropic entwickelt KI-Modelle, die als Alternative zu OpenAIs GPT-Reihe positioniert sind. Amazon investierte mehrere Milliarden US-Dollar in das Unternehmen und integriert dessen Technologie in AWS-Dienste. Die Episode zeigt die zunehmende Regulierungsaufmerksamkeit für leistungsstarke KI-Systeme.
Zinspolitik als Unsicherheitsfaktor
Die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve bleibt ein Thema für Amazon-Investoren. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat seit seinem Amtsantritt keine Zinssenkungen vorgenommen, was laut einem Bericht von The Motley Fool vom 22. Juni 2026 auf anhaltend erhöhte Inflation zurückzuführen ist. Höhere Zinsen verteuern Kapital und belasten die Bewertung wachstumsorientierter Technologieunternehmen wie Amazon.
Analysten von Seeking Alpha stuften Amazon am 29. Juni 2026 als "Strong Buy" ein und verwiesen auf eine vermeintliche Fehlbewertung nach einer Kursschwäche unter 245 US-Dollar. Sie argumentieren, dass die aggressive Kapitalinvestition in KI-Infrastruktur und Cloud-Kapazitäten Amazon langfristig einen Wettbewerbsvorteil verschaffe, auch wenn der Markt kurzfristig skeptisch reagiere.
Ausblick für Privatanleger
Amazon verfolgt eine Mehrfronten-Strategie: Ausbau der Robotaxi-Produktion über Zoox, Investitionen in eigene KI-Chips und Skalierung der Cloud-Infrastruktur. Die Kapitalintensität dieser Vorhaben belastet kurzfristig die Margen, könnte langfristig aber neue Umsatzquellen erschliessen. Investoren sollten die Entwicklung der AWS-Sparte im Auge behalten, da diese zunehmend zum Wachstumstreiber wird. Die Zinspolitik der Fed und regulatorische Entwicklungen im KI-Bereich bleiben Risikofaktoren.
Quellen
- Amazon: Market's Skepticism Creates A Massive Mispricing
- Zoox to ramp up production of up to 100 newly upgraded robotaxis a week
- Should Amazon Investors Be Concerned That New Fed Chair Kevin Warsh Isn't Cutting Interest Rates?
- Amazon: You Aren't Bullish Enough
- Amazon CEO reportedly raised Anthropic model concerns before government crackdown
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