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Anleihen verlieren Schutzfunktion: Warum TLT in Rezessionen nicht mehr rettet
ETFs31. März 2026· 2 Min. Lesezeit

Anleihen verlieren Schutzfunktion: Warum TLT in Rezessionen nicht mehr rettet

Von Redaktion aktie.com

Der iShares 20+ Year Treasury Bond ETF (TLT) steht im Zentrum einer grundlegenden Debatte über die Schutzfunktion von Anleihen in Rezessionen. Der von BlackRock verwaltete ETF bildet US-Staatsanleihen mit Laufzeiten über 20 Jahren ab – traditionell ein Stabilitätsanker in Krisenzeiten. Doch diese historische Rolle wird zunehmend infrage gestellt.

Historische Schutzfunktion unter Druck

Über Jahrzehnte galt die Kombination aus 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen als bewährte Strategie zur Portfolioabsicherung. Langfristige US-Staatsanleihen gehörten dabei zum Kanon rezessionssicherer Anlagen, ähnlich wie Gold oder festverzinsliche Rentenprodukte. In wirtschaftlichen Abschwüngen suchten Anleger traditionell Schutz in Treasuries und mieden risikoreichere Unternehmensanleihen.

Diese Logik basierte auf einer negativen Korrelation zwischen Aktien und Anleihen: Wenn Aktienkurse fielen, stiegen typischerweise die Anleihekurse – ein natürlicher Ausgleichsmechanismus im Portfolio.

Der Paradigmenwechsel von 2022

Die Zinswende der US-Notenbank Federal Reserve im Jahr 2022 markierte einen strukturellen Bruch. Um die Inflation zu bekämpfen, hob die Fed die Zinsen deutlich an – mit direkten Folgen für den Anleihenmarkt. Steigende Zinsen bedeuten fallende Kurse für bestehende Anleihen, insbesondere für langfristige Papiere.

Damit verlor die traditionelle Schutzfunktion an Wirksamkeit: Selbst 10-jährige Staatsanleihen, die zuvor als zuverlässige Absicherung gegen Aktienverluste dienten, gerieten unter Preisdruck. Das klassische 60/40-Portfolio erlitt auf beiden Seiten Verluste – ein für viele Anleger schmerzhaftes Novum.

Aktuelle Risiken für langfristige Staatsanleihen

Langfristige Treasuries tragen ein erhebliches Zinsänderungsrisiko. Analysen deuten auf mögliche Kursrückgänge beim TLT hin, mit Projektionen bis 76,90 US-Dollar pro Anteil – ein Minus von rund 11 Prozent gegenüber aktuellen Niveaus. Als Einflussfaktoren werden Carry-Trade-Dynamiken und geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, genannt.

Paradoxerweise könnte gerade die stabile US-Wirtschaftslage die Anleihenpreise belasten: Solange keine Rezession droht, bleibt der Zinssenkungsspielraum der Fed begrenzt.

Einordnung für Anleger

Die Debatte zeigt: Die Rolle von Staatsanleihen in Portfolios muss neu bewertet werden. Das bedeutet nicht, dass Treasuries wertlos geworden sind – sie bieten weiterhin Planbarkeit durch feste Zahlungsströme und bleiben bei Kreditrisiken sicherer als Unternehmensanleihen. Jedoch funktioniert die automatische Schutzwirkung in Abschwungphasen nicht mehr wie gewohnt, wenn parallel Zinssorgen bestehen.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum gilt: Die Erkenntnisse zum US-Markt lassen sich teilweise auf europäische Staatsanleihen übertragen, wenn auch mit eigenen Besonderheiten der EZB-Politik. Diversifikation über Anlageklassen bleibt zentral – die einfache 60/40-Formel hat jedoch an Verlässlichkeit eingebüsst.

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