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Buffett beendet Kontakt zu Bill Gates nach Epstein-Enthüllungen
Aktien3. April 2026· 2 Min. Lesezeit

Buffett beendet Kontakt zu Bill Gates nach Epstein-Enthüllungen

Von Redaktion aktie.com

Warren Buffett, Vorsitzender von Berkshire Hathaway, hat am 31. März 2026 öffentlich erklärt, dass er seit der Veröffentlichung der Jeffrey-Epstein-Dokumente keinen Kontakt mehr zu seinem langjährigen Freund Bill Gates pflegt. Die Aussage des 95-jährigen Investors markiert einen tiefen Bruch in einer der bekanntesten Freundschaften der amerikanischen Wirtschaftswelt.

Kontaktabbruch aus juristischen Gründen

Buffett beschrieb die Situation gegenüber CNBC als "totales Funkstillen". Seine Begründung ist prägnant: "Ich will nicht in der Position sein, Dinge zu wissen und als Zeuge vorgeladen zu werden." Der Investor betonte, dass es unter den gegebenen Umständen keinen Sinn ergebe, viel zu kommunizieren.

Die Aussage bezieht sich auf die Enthüllungen über Gates' mehrfache Treffen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Diese Kontakte begannen 2011 und fanden trotz Epsteins dokumentierter krimineller Vergangenheit statt.

Hintergrund der Epstein-Verbindungen

Im November 2025 veröffentlichte der US-Kongress Dokumente, die zeigen, wie Epstein gezielt Zugang zu Gates suchte. Wenn ein direkter Kontakt nicht möglich war, nutzte Epstein Mittelsmänner. Zu diesen gehörte Steven Sinofsky, ein hochrangiger Microsoft-Manager, der zeitweise als Verhandlungsführer für den zweitwichtigsten Konzernverantwortlichen fungierte.

Im Dezember 2025 veröffentlichte der Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses zudem undatierte Fotos von Epsteins Anwesen, die Gates mit einem Piloten zeigen. Die jüngste Dokumentenveröffentlichung im Februar 2026 enthielt Vorwürfe, wonach Gates seiner damaligen Ehefrau Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten nach Kontakten mit "russischen Frauen" verschwiegen haben soll.

Bedeutung für Investoren

Die Distanzierung Buffetts ist auch unter Anlagegesichtspunkten relevant. Beide Männer waren zentrale Figuren des "Giving Pledge", einer Initiative, bei der Superreiche sich verpflichten, den Grossteil ihres Vermögens zu spenden. Buffett hatte über Jahre Milliarden an die Bill & Melinda Gates Foundation gespendet.

Gates selbst bestreitet die Vorwürfe und bedauerte öffentlich seine Treffen mit Epstein als "Fehler im Urteilsvermögen". Die Microsoft-Aktie (MSFT) reagierte bislang nicht nennenswert auf die erneuten Schlagzeilen, da Gates bereits 2020 aus dem Verwaltungsrat ausschied und operative keine Rolle mehr spielt.

Für Berkshire-Hathaway-Aktionäre dürfte Buffetts vorsichtige Haltung beruhigend wirken: Der Investor zieht klare Grenzen, um rechtliche Verwicklungen zu vermeiden. Die langjährige Freundschaft scheint diesem Prinzip zum Opfer gefallen zu sein.

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