
Dogecoin Foundation: Partnerschaft mit Zahlungsdienstleister bringt DOGE zu 2.500 Händlern
Von Redaktion aktie.com
Die Dogecoin Foundation hat eine Partnerschaft mit einem europäischen Zahlungsdienstleister geschlossen, der Dogecoin (DOGE) als Zahlungsmittel in sein bestehendes Netzwerk integriert. Zum Start können rund 2.500 Online-Händler die Kryptowährung über die Infrastruktur des Payment-Gateways akzeptieren. Der Name des Partners wurde nicht kommuniziert.
Die Vereinbarung zielt darauf ab, Dogecoin als praktisches Zahlungsmittel zu etablieren – ein Bereich, in dem die ursprünglich als Scherz gestartete Kryptowährung bislang hinter ihrem Bekanntheitsgrad zurückblieb. Während DOGE zu den bekanntesten digitalen Währungen zählt, nutzen sie bisher deutlich weniger Händler als etablierte Coins wie Bitcoin oder Ethereum.
Technische Integration bereits verfügbar
Die technische Grundlage für Dogecoin-Zahlungen existiert bereits. Anbieter wie Coinbase Commerce und BitPay haben Schnittstellen entwickelt, die DOGE in gängige E-Commerce-Plattformen wie Shopify, WooCommerce oder OpenCart einbinden. Der Dienst Zengo Business Wallet ermöglicht Händlern nach eigenen Angaben die Einrichtung eines Kontos innerhalb von fünf Minuten per E-Mail-Verifizierung, ohne dass technisches Fachwissen erforderlich ist.
Händler erhalten dedizierte Dogecoin-Adressen und können Zahlungen in Echtzeit über ein Dashboard verfolgen. Die Abwicklung erfolgt wahlweise über Rechnungen, QR-Codes oder Zahlungslinks. Einige Anbieter unterstützen auch die erforderliche Know-Your-Business-Dokumentation (KYB) für die Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Begrenzte Händlerakzeptanz trotz bekannter Namen
Zu den bekannteren Unternehmen, die Dogecoin bereits akzeptieren, gehören:
- Elektronikhändler Newegg (neben Ethereum, Tether und Litecoin)
- Tesla für Merchandise-Artikel
- Die Kinokette AMC Theatres
- Das NBA-Team Dallas Mavericks
- Die lettische Fluggesellschaft AirBaltic
- Reiseplattformen wie Travala und CheapAir
Laut verschiedenen Branchenübersichten akzeptieren weltweit mehr als 2.500 Unternehmen und Geschäfte Dogecoin – eine überschaubare Zahl im Vergleich zur globalen Händlerlandschaft. Für den deutschsprachigen Raum liegen keine spezifischen Zahlen vor.
Einordnung für Anleger
Die Partnerschaft adressiert eine zentrale Schwäche von Dogecoin: Die Währung wird primär als Spekulationsobjekt und Trinkgeld in sozialen Medien verwendet, kaum jedoch für reguläre Käufe. Ob die Integration bei 2.500 Händlern den praktischen Nutzen substanziell erhöht, hängt von deren tatsächlicher Reichweite und der Zahlungsbereitschaft der Nutzer ab.
Für Privatanleger ändert die Nachricht an der grundsätzlichen Risikoeinschätzung von Dogecoin wenig. Die Währung bleibt hochvolatil und wird stark von sozialen Medien und prominenten Fürsprechern beeinflusst. Die erweiterte Händlerakzeptanz könnte langfristig die Stabilität erhöhen – kurzfristige Kurseffekte sind jedoch schwer vorhersehbar.
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