
ETF Strategien
Von Redaktion aktie.com
Kernaussagen
- Der Amundi NYSE Arca Gold BUGS ETF erzielte im Februar 2026 eine Rendite von 26,24 Prozent (Quelle: Morningstar)
- Der iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF führte 2025 die Renditen der Aktien-ETFs an, während der iShares MSCI USA CTB Enhanced ESG UCITS ETF deutlich schlechter abschnitt
- MSCI bündelt aus 23 Industrieländern rund 400 Unternehmen mit dem höchsten ESG-Ranking für nachhaltige Indizes
- Sechs Fondsselektoren setzen 2026 auf differenzierte Strategien von Core-Ansätzen bis zu satellitengestützten Portfolios
- ETF-Markt 2026 fokussiert sich nach Jahren geopolitischer Spannungen stärker auf strukturelles Wachstum und langfristige Themen wie Gold, seltene Erden und Rüstung
Der Amundi NYSE Arca Gold BUGS ETF erreichte im Februar 2026 eine Rendite von 26,24 Prozent und überflügelte damit vergleichbare Fonds deutlich, wie Daten von Morningstar zeigen. Der passiv verwaltete ETF verfügte zum Erhebungszeitpunkt über ein Volumen von 811,4 Millionen Euro.
Nach Jahren geopolitischer Spannungen, technologischer Umbrüche und Zinsunsicherheiten richtet sich der Fokus im ETF-Markt 2026 stärker auf strukturelles Wachstum und langfristige Themen. Neben Gold rücken auch seltene Erden und Rüstungs-ETFs in den Fokus institutioneller Anleger.
Wie professionelle Fondsselektoren ETFs auswählen
Sechs Fondsselektoren legten Anfang 2026 ihre ETF-Favoriten offen und zeigten dabei unterschiedliche Herangehensweisen. Die Bandbreite reicht von Core-Strategien, die auf breite Marktabdeckung setzen, bis zu satellitengestützten Portfolioansätzen mit fokussierten Themeninvestments.
Eine zentrale Erkenntnis aus dem Vorjahr: Rendite entsteht nicht durch breite Streuung allein, sondern durch Verständnis des Marktes. Die ETF-Rangliste fungiert dabei als Rückspiegel, nicht als Navigationssystem – historische Performance bildet vergangene Entwicklungen ab, gibt aber keine verlässliche Orientierung für künftige Renditen.
Performance-Unterschiede bei den größten ETFs
Die Renditeunterschiede zwischen verschiedenen ETF-Kategorien fielen 2025 erheblich aus. Der iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF, der in Schwellenländer investiert, führte die Renditen der Aktien-ETFs an. Deutlich schlechter schnitt dagegen der iShares MSCI USA CTB Enhanced ESG UCITS ETF ab, der US-Aktien nach klimabewussten Kriterien filtert.
Diese Entwicklung zeigt: Selbst innerhalb etablierter Indexfamilien können unterschiedliche Selektionskriterien zu stark abweichenden Ergebnissen führen. Für Anleger im DACH-Raum bedeutet dies, dass die Wahl der ETF-Strategie erheblichen Einfluss auf die Portfolio-Performance hat.
Nachhaltige ETFs: Unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel
Ein nachhaltiger ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der Unternehmen nach ökologischen, sozialen und Unternehmensführungs-Kriterien (ESG) auswählt. Aufgrund unterschiedlicher Bewertungen dessen, was nachhaltig ist, können Anleger nicht einfach nach dem grünsten ETF suchen.
Die wichtigsten Indexanbieter verfolgen einen pragmatischen Mittelweg: Sie streuen Anlagen nach nachhaltigen Kriterien breit über Unternehmen verschiedener Branchen, Länder und Währungen. Bei der Auswahl der Aktien gehen die beiden führenden Anbieter unterschiedlich vor:
- MSCI (Morgan Stanley Capital International): Bündelt aus 23 Industrieländern rund 400 Unternehmen mit dem höchsten ESG-Ranking in einem Index
- Dow Jones: Nutzt eine abweichende Selektionsmethodik mit anderen Gewichtungskriterien
Diese unterschiedlichen Ansätze erklären, warum zwei nachhaltige ETFs auf verschiedene Unternehmen setzen können – und damit auch unterschiedliche Renditen erzielen. Anleger sollten daher nicht nur auf das ESG-Label achten, sondern die zugrunde liegende Indexmethodik verstehen.
Strukturwandel prägt ETF-Trends 2026
Der Strategiewechsel von kurzfristigen Marktreaktionen hin zu langfristigem strukturellem Wachstum spiegelt sich in der ETF-Produktauswahl wider. Themen wie Energiewende, Ressourcensicherheit und technologische Infrastruktur gewinnen an Bedeutung.
Professionelle Investoren kombinieren dabei zunehmend breite Core-Positionen mit thematischen Satelliten-Investments. Diese Strategie erlaubt es, von Basismarkt-Renditen zu profitieren und gleichzeitig gezielte Akzente bei strukturellen Wachstumsthemen zu setzen. Die Performance der Gold-ETFs im Februar zeigt exemplarisch, wie fokussierte Themeninvestments in bestimmten Marktphasen deutliche Mehrrenditen generieren können.
Für Privatanleger im deutschsprachigen Raum bedeutet dies: Eine durchdachte ETF-Strategie berücksichtigt sowohl die langfristige Vermögensstruktur als auch aktuelle Marktentwicklungen – ohne dabei in kurzfristiges Timing zu verfallen.
Quellen
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