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Rohstoffe6. April 2026· 3 Min. Lesezeit

Gold unter Druck trotz Iran-Krise: Starker Dollar und US-Jobdaten belasten Edelmetall

Von Redaktion aktie.com

Zusammenfassung

Der Goldpreis fiel im März 2026 zeitweise auf 4.100 US-Dollar pro Feinunze – ein Minus von acht Prozent. Trotz der Eskalation im Iran-Konflikt fungiert das Edelmetall nicht als sicherer Hafen: Ein starker US-Dollar und steigende Zinserwartungen belasten das gelbe Metall stärker als die geopolitische Unsicherheit es stützt.

Kernaussagen

  • Der Goldpreis fiel im März 2026 zeitweise auf 4.100 US-Dollar pro Feinunze, ein Minus von acht Prozent
  • In der Vorwoche verzeichnete Gold mit einem Minus von mehr als zehn Prozent den größten Wochenverlust seit rund 43 Jahren
  • Ein starker US-Dollar verteuert Gold für internationale Käufer und dämpft die Nachfrage erheblich
  • Trotz Iran-Krise fungiert Gold nicht als sicherer Hafen – Dollar und Zinserwartungen dominieren
  • Zentralbanken kauften im Januar 2026 laut World Gold Council nur noch 5 Tonnen Gold netto
  • Nach zwei Jahren spektakulärer Rallye war Gold auf Wochen- und Monatsbasis stark überkauft

Der Goldpreis fiel im März 2026 zeitweise auf 4.100 US-Dollar pro Feinunze – ein Minus von acht Prozent gegenüber dem Vormonat. In der Vorwoche verzeichnete das Edelmetall mit einem Minus von mehr als zehn Prozent den größten Wochenverlust seit rund 43 Jahren, wie die Tagesschau berichtet. Besonders bemerkenswert: Trotz der Eskalation im Iran-Konflikt bietet Gold aktuell keinen Schutz für Anleger.

Starker Dollar belastet internationale Nachfrage

Der dominante Trigger für den aktuellen Preisdruck ist der starke US-Dollar. Da Gold in USD notiert wird, verteuert ein robuster Dollar das Edelmetall für internationale Käufer erheblich. Dies dämpft die Nachfrage vor allem in Europa, wo Investoren mit einem ungünstigen Wechselkurseffekt konfrontiert sind. Seit Kriegsausbruch im Iran steigt der Dollar-Kurs wieder, nachdem zuvor noch viel über Dollar-Schwäche berichtet wurde.

Ein fester Dollar übt generell Druck auf Rohstoffpreise aus, wie Investing.com analysiert. Das erklärt auch, warum nicht nur Gold, sondern auch Silber drastisch an Wert verloren hat. Der strukturelle Druck durch den starken Greenback dominiert damit die Marktdynamik stärker als geopolitische Krisenszenarien.

Zinserwartungen verstärken den Abwärtsdruck

Steigende Renditen und Zinsangst belasten das Edelmetall zusätzlich. Gold wirft keine Zinsen ab – ein entscheidender Nachteil gegenüber verzinslichen Anlagen wie Staatsanleihen, wenn die Zinserwartungen steigen. Der Liquiditätsdruck dominiert aktuell die Marktdynamik und überlagert die traditionelle Safe-Haven-Funktion des gelben Metalls.

Iran-Krise stützt Gold nicht – ein Paradoxon

Trotz der Eskalation im Iran-Konflikt und damit verbundener geopolitischer Spannungen fungiert Gold nicht wie bei vielen anderen Kriegen und Krisen als sogenannter "sicherer Hafen" (Safe Haven). Ein Safe Haven ist ein Vermögenswert, in den Anleger in Krisenzeiten flüchten, um ihr Kapital zu schützen. Stattdessen dominieren die Faktoren Dollar-Kurs und Zinserwartungen das Marktgeschehen – ein ungewöhnliches Muster, das die aktuelle Marktsituation prägt.

Gold ist damit im Iran-Krieg alles andere als der sichere Hafen, den Anleger traditionell erwarten würden. Die fundamentalen monetären Faktoren überlagern die geopolitische Risikoprämie vollständig.

Überverkauftes Momentum nach zweijähriger Rallye

Nach zwei Jahren spektakulärer Rallye war Gold auf Wochen- und Monatsbasis stark überkauft, wie Gold.de berichtet. Das Edelmetall stolperte nach dem initialen Abverkauf Ende Januar bereits leicht angeschlagen in das neue geopolitische Kriegsumfeld. Diese technische Ausgangslage verschärfte den aktuellen Abwärtsdruck zusätzlich.

Die überkaufte Marktsituation führte dazu, dass Gewinnmitnahmen und technische Verkaufssignale den Preisverfall verstärkten. Investoren, die in den vergangenen zwei Jahren von der Goldrallye profitiert hatten, nutzten das hohe Preisniveau für Verkäufe – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem geopolitische Krisen normalerweise Käufe auslösen würden.

Zentralbanken ziehen sich zurück

Die Zentralbanken haben ihre Goldkäufe deutlich reduziert. Im Januar 2026 beliefen sich die weltweiten Nettokäufe laut World Gold Council auf magere 5 Tonnen – ein dramatischer Einbruch gegenüber den Vorjahren. Zentralbanken galten in den vergangenen Jahren als wichtige Stütze der Goldnachfrage, insbesondere aus Schwellenländern, die ihre Reserven diversifizieren wollten.

Der Rückzug dieser institutionellen Käufer entzieht dem Goldmarkt eine wichtige Nachfragequelle. Dies verschärft den Preisdruck zusätzlich, da private Investoren allein die Nachfragelücke nicht kompensieren können.

Ausblick: Dollar und Zinsen bleiben entscheidend

Für die weitere Preisentwicklung dürften die Faktoren Dollar-Stärke und Zinserwartungen entscheidend bleiben. Solange der US-Dollar robust bleibt und die Zinsmärkte keine Entspannung signalisieren, dürfte Gold unter Druck bleiben – unabhängig von der geopolitischen Gemengelage. Die aktuelle Situation zeigt, dass monetäre Faktoren die traditionelle Krisenlogik des Goldmarktes überlagern können.

Anleger im DACH-Raum müssen zudem den doppelten Währungseffekt berücksichtigen: Neben dem in USD notierten Goldpreis belastet auch der schwächere Euro gegenüber dem Dollar die Rendite von Goldinvestments in der Eurozone zusätzlich.

Quellen

  • Gold- und Silberpreise sinken drastisch | tagesschau.de
  • Goldpreis unter Druck: Iran-Krieg, Finanzkrise und Chancen
  • S&P 500 unter Druck: Nicht Öl, sondern der starke US-Dollar ist das Problem
  • Warum der Goldpreis trotz Iran-Krieg fällt

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