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Halbleiteraktien unter Druck: Himax und Teradyne verlieren deutlich wegen Iran-Konflikt
Aktien31. März 2026· 2 Min. Lesezeit

Halbleiteraktien unter Druck: Himax und Teradyne verlieren deutlich wegen Iran-Konflikt

Von Redaktion aktie.com

Mehrere Halbleiteraktien sind am Montag, den 30. März 2026, deutlich unter Druck geraten. Auslöser der Kursverluste sind steigende geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, die kritische Lieferketten bedrohen. Für Anleger im deutschsprachigen Raum zeigt sich damit erneut, wie anfällig der Technologiesektor für politische Krisen bleibt.

Starke Kursverluste bei Chip-Zulieferern

Besonders betroffen war der Halbleiter-Zulieferer Himax Technologies (NASDAQ: HIMX), dessen Aktie um 7,4 Prozent einbrach. Das Unternehmen, das auf analoge Halbleiter spezialisiert ist, handelte zeitweise bei 7,56 US-Dollar. Auffällig war das stark reduzierte Handelsvolumen: Mit rund 790.000 gehandelten Aktien lag der Umsatz 67 Prozent unter dem üblichen Niveau – ein Zeichen dafür, dass viele Investoren sich zurückhalten.

Der Halbleiter-Fertigungsausrüster Teradyne (NASDAQ: TER) verlor 6,4 Prozent. Ebenfalls betroffen waren Entegris, IPG Photonics und Universal Display, wobei für diese drei Unternehmen keine detaillierten Kursverluste vorliegen.

Geopolitische Risiken treffen empfindliche Lieferketten

Die Halbleiterindustrie ist hochgradig globalisiert und auf stabile Handelswege angewiesen. Komponentenhersteller wie Himax beliefern weltweit Elektronikhersteller – Störungen in einzelnen Regionen können sich schnell auf die gesamte Produktionskette auswirken. Die aktuellen Spannungen im Iran-Konflikt lassen Investoren befürchten, dass Transportrouten oder Zulieferbetriebe beeinträchtigt werden könnten.

Solche Lieferkettenrisiken sind für die Branche nicht neu. Bereits 2022 hatte etwa Apple mit massiven Problemen zu kämpfen: Apples Finanzchef Luca Maestri bezifferte damals die erwarteten Umsatzeinbussen durch COVID-bedingte Lieferengpässe auf 4 bis 8 Milliarden US-Dollar. Das iPhone 14 Pro war in jedem dritten Apple Store in den USA und Europa ausverkauft, während die Verkaufszahlen in China um über 30 Prozent einbrachen. Die Apple-Aktie verlor 2022 insgesamt 29 Prozent.

Einordnung für Anleger

Die aktuellen Kursverluste zeigen, dass politische Krisen unmittelbare Auswirkungen auf Technologiewerte haben können – selbst wenn noch keine konkreten Lieferausfälle eingetreten sind. Anleger reagieren häufig vorausschauend auf potenzielle Risiken.

Für Privatanleger aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich bedeutet dies: Halbleiteraktien bleiben volatil und sollten nur mit entsprechender Risikobereitschaft im Depot vertreten sein. Wer in Einzelwerte wie Himax oder Teradyne investiert ist, sollte die geopolitische Lage und mögliche Auswirkungen auf Lieferketten im Blick behalten. Diversifikation über verschiedene Regionen und Branchen hinweg kann helfen, solche Schwankungen abzufedern.

Ob die aktuellen Rücksetzer eine Kaufgelegenheit darstellen oder der Beginn einer längeren Schwächephase sind, lässt sich derzeit nicht seriös beurteilen. Viel hängt davon ab, wie sich die politische Lage entwickelt und ob tatsächlich Lieferengpässe entstehen.

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