
Merck & Co.: Aktie mit 9 Prozent Aufwärtspotenzial trotz starker Kursgewinne
Von Redaktion aktie.com
Die Aktie von Merck & Co. (NYSE: MRK) hat in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen. Das US-amerikanische Pharmaunternehmen, das international als Merck Sharp and Dohme (MSD) firmiert und nicht mit der deutschen Merck KGaA verwechselt werden sollte, verzeichnete über verschiedene Zeiträume hinweg beachtliche Kursgewinne.
Innerhalb eines Monats legte die Aktie um 8,27 Prozent zu, über 90 Tage summierte sich das Plus auf 24,93 Prozent. Auf Jahressicht können Anleger eine Gesamtrendite von rund 17 bis 18 Prozent verbuchen. Zum Recherchezeitpunkt notierte die Aktie bei 110,53 US-Dollar.
Bewertung unter der Lupe
Nach der jüngsten Kursrallye stellt sich die Frage, ob Merck & Co. noch Potenzial bietet oder bereits überbewertet ist. Eine Fundamentalanalyse auf Basis des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens kommt zu einem interessanten Ergebnis: Der innere Wert einer Merck-Aktie liegt demnach bei 121,19 US-Dollar. Verglichen mit dem aktuellen Marktpreis von 110,53 US-Dollar ergibt sich eine Unterbewertung von etwa 9 Prozent.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bleibt eine zentrale Kennzahl zur Einschätzung der Bewertung. Dieses Verhältnis wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie geteilt wird. Es gibt Aufschluss darüber, wie viel Anleger für jeden erwirtschafteten Dollar Gewinn zahlen müssen. Historische Daten zeigen, dass sich das KGV von Merck & Co. seit 2012 kontinuierlich entwickelt hat.
Fundamentale Stärke des Unternehmens
Merck & Co. beschäftigt rund 75.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar. Damit gehört das Unternehmen zu den weltweit grössten Arzneimittelherstellern. Die Geschichte reicht bis 1891 zurück, als George Merck gemeinsam mit Theodore Weicker Merck & Co. in New York gründete.
Besonders das Life-Science-Segment ist strategisch gut positioniert. Analysten gehen davon aus, dass dieses Geschäftsfeld vom robusten Branchenwachstum profitieren dürfte, das durch steigende Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen der Pharmaindustrie angetrieben wird.
Einordnung für Anleger
Die längerfristige Betrachtung relativiert die jüngste Dynamik etwas: Über drei Jahre betrug die Gesamtrendite 31,82 Prozent, über fünf Jahre 20,76 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von deutlich unter 10 Prozent pro Jahr über den Fünfjahreszeitraum.
Die aktuelle Bewertungsanalyse legt nahe, dass trotz der jüngsten Kursgewinne noch Aufwärtspotenzial besteht. Anleger sollten jedoch beachten, dass Bewertungsmodelle auf Annahmen basieren und keine Garantie für künftige Kursentwicklungen darstellen. Die Pharmaindustrie bleibt konjunkturell relativ stabil, unterliegt aber regulatorischen Risiken und ist von Patentabläufen abhängig.
Artikel teilen