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Nachhaltige Geldanlage
Märkte4. April 2026· 3 Min. Lesezeit

Nachhaltige Geldanlage

Von Redaktion aktie.com

Zusammenfassung

Die europäische Finanzregulierung MiFID II verpflichtet seit 2026 Finanzberater in der EU, Nachhaltigkeitspräferenzen von Kunden systematisch zu erfassen und entsprechende Produkte anzubieten. Nachhaltige ETFs etablieren sich als zentrale Anlageform für Privatanleger – eine aktuelle Analyse umfasst 173 getestete nachhaltige ETFs (Stand: Februar 2026). Die Stiftung Warentest vergibt Bestnoten an elf nachhaltige Fonds und ETFs.

Kernaussagen

  • MiFID II verpflichtet Finanzberater in der EU seit 2026, Nachhaltigkeitspräferenzen von Kunden systematisch zu erfassen
  • Eine aktuelle Analyse umfasst 173 getestete nachhaltige ETFs (Stand: Februar 2026)
  • Die Stiftung Warentest vergibt Bestnoten an elf nachhaltige Fonds und ETFs
  • Nachhaltige Finanzprodukte müssen einen Mindestanteil nachhaltiger Instrumente aufweisen oder wesentliche negative Auswirkungen (PAI) berücksichtigen
  • Nachhaltige Aktien-ETFs ermöglichen einfachen und kostengünstigen Zugang zu Unternehmen mit definierten Nachhaltigkeitsstandards

Die europäische Finanzregulierung MiFID II verpflichtet seit 2026 Finanzberater in der EU, Nachhaltigkeitspräferenzen von Kunden systematisch zu erfassen und entsprechende Produkte anzubieten. Vertreiber von Finanzinstrumenten müssen sicherstellen, dass verkaufte Finanzprodukte den individuellen Nachhaltigkeitswünschen ihrer Kunden entsprechen – eine wesentliche Verschärfung der Beratungspflichten im Portfoliomanagement.

Verschärfte Regulierung durch MiFID II

Die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) wurde durch Änderungen der delegierten Verordnung ergänzt. Diese Integration von Nachhaltigkeitspräferenzen in Beratungs- und Portfoliomanagementprozesse bedeutet konkret: Finanzprodukte müssen einen Mindestanteil an nachhaltigen Instrumenten aufweisen oder wesentliche negative Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen.

Diese wesentlichen negativen Auswirkungen werden als Principal Adverse Impacts (PAI) bezeichnet – ein Begriff aus der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR). PAI erfassen messbare negative Effekte von Investitionsentscheidungen auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Die SFDR definiert die Nachhaltigkeitsstandards, auf die sich MiFID II stützt.

Nachhaltige ETFs als zentrale Anlageform

Nachhaltige Aktien-ETFs (Exchange Traded Funds) entwickeln sich zum Kerninstrument für Privatanleger, die kostengünstig und breit gestreut in Unternehmen mit definierten Nachhaltigkeitsstandards investieren möchten. Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der einen bestimmten Index – beispielsweise einen Nachhaltigkeitsindex – passiv nachbildet und wie eine Aktie fortlaufend gehandelt werden kann.

Eine aktuelle Analyse umfasst 173 getestete nachhaltige ETFs (Stand: Februar 2026, laut verfügbarer Marktübersicht). Die Tests identifizieren sowohl die nachhaltigsten Produkte als auch jene mit der besten finanziellen Performance. Die Auswahl eines geeigneten nachhaltigen Index stellt dabei den wesentlichen Schritt im Anlageentscheidungsprozess dar.

Stiftung Warentest vergibt Bestnoten

Die Stiftung Warentest hat nachhaltige Fonds und ETFs untersucht und vergibt die Bestnote in der höchsten Kategorie an insgesamt elf Produkte. Diese unabhängigen Tests liefern Privatanlegern Orientierung in einem wachsenden Marktsegment, das neben ETFs auch aktiv verwaltete nachhaltige Fonds umfasst.

Aktiv verwaltete Fonds unterscheiden sich von passiven ETFs dadurch, dass Fondsmanager Titel gezielt auswählen und umschichten. Dies führt in der Regel zu höheren Kosten, bietet aber zusätzliche Selektionsmöglichkeiten nach Nachhaltigkeitskriterien.

FNG-Nachhaltigkeitsprofile bieten Transparenz

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) bietet Anlegern seit 2012 mit seinen FNG-Nachhaltigkeitsprofilen eine Übersicht zu nachhaltigen Anlagestrategien und relevanten Eckdaten von Investmentfonds. Laut FNG-Mitteilung vom 25. März 2026 stellen diese Profile eine etablierte Informationsquelle für die Einordnung nachhaltiger Fonds dar.

Die Profile erfassen systematisch, welche Nachhaltigkeitsansätze ein Fonds verfolgt – etwa Ausschlusskriterien, Best-in-Class-Ansätze oder Impact-Investing-Strategien. Ausschlusskriterien schließen bestimmte Branchen wie Rüstung oder Kohle aus. Best-in-Class wählt die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche aus. Impact-Investing zielt auf messbare positive Wirkung ab.

Worauf Anleger achten sollten

Die Auswahl eines nachhaltigen ETFs oder Fonds erfordert zunächst die Klärung der eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen. Anleger sollten definieren, welche Kriterien ihnen wichtig sind: Umweltaspekte wie CO₂-Reduktion, soziale Faktoren wie faire Arbeitsbedingungen oder Governance-Themen wie Unternehmensethik.

Die Kosten spielen eine zentrale Rolle. Nachhaltige ETFs weisen in der Regel eine Gesamtkostenquote (TER) zwischen 0,10 und 0,50 Prozent jährlich auf – deutlich günstiger als aktiv verwaltete Fonds mit Kosten häufig über 1,0 Prozent. Die TER umfasst Verwaltungs- und Betriebskosten, nicht aber Transaktionskosten.

Die Transparenz des zugrunde liegenden Index ist ein weiteres Entscheidungskriterium. Anleger sollten nachvollziehen können, nach welchen Kriterien Unternehmen in den Index aufgenommen oder ausgeschlossen werden. Indexanbieter wie MSCI, FTSE Russell oder Solactive veröffentlichen Methodik-Dokumente, die diese Auswahlprozesse beschreiben.

Marktentwicklung im DACH-Raum

Der deutschsprachige Raum verzeichnet steigendes Interesse an nachhaltigen Geldanlagen. Die regulatorischen Anforderungen durch MiFID II und SFDR beschleunigen diese Entwicklung, da Finanzberater Nachhaltigkeitsoptionen aktiv ansprechen müssen. Dies erhöht die Sichtbarkeit nachhaltiger Produkte im Beratungsgespräch.

Anleger in der Schweiz, Deutschland und Österreich profitieren von einem breiten Angebot börsengehandelter nachhaltiger ETFs, die an den wichtigsten Handelsplätzen wie SIX Swiss Exchange, Xetra oder Wiener Börse verfügbar sind. Die Handelswährungen umfassen Schweizer Franken, Euro und teilweise US-Dollar.

Quellen

  • Finanztip - Nachhaltige Geldanlagen
  • Clarity AI - ESMAs ESG-Prüfung meistern: MiFID II Leitfaden
  • FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen
  • LSFI - Die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II)
  • Finanzfluss - Die besten nachhaltigen ETFs finden

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