Entdecken
Community
Preise
AnmeldenKostenlos starten

Markt-Updates direkt ins Postfach

Wöchentliche Analysen, exklusive Einblicke und kostenlose eBooks — von Experten für smarte Anleger.

Kein Spam. Jederzeit abmelden. Kostenlos.

Echtzeit-Kursdaten, fundierte Marktanalysen und personalisierte Insights — alles auf einer Plattform.

Produkt

  • Kurse
  • Aktien
  • ETFs
  • Krypto
  • Preise

Ressourcen

  • Artikel
  • eBooks
  • Newsletter

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • Kontakt
  • Werbung

© 2026 aktie.com. Alle Rechte vorbehalten.

Marktdaten: Twelve Data, CoinGecko, Finnhub

Keine Anlageberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Alle Artikel
Ölpreisschock könnte S&P 500 um bis zu 15 Prozent einbrechen lassen
Aktien31. März 2026· 3 Min. Lesezeit

Ölpreisschock könnte S&P 500 um bis zu 15 Prozent einbrechen lassen

Von Redaktion aktie.com

Steigende Ölpreise könnten den US-Aktienmarkt erneut unter Druck setzen. JPMorgan warnt vor einem möglichen Kursrückgang des S&P 500 um 10 bis 15 Prozent, sollte der Ölpreis über 90 US-Dollar pro Barrel steigen. Goldman Sachs skizziert in einem Extremszenario sogar einen Rückgang des Index auf 5.400 Punkte. Die Bedenken kommen zu einer Zeit, in der die Weltwirtschaft mit geopolitischen Spannungen und Inflationsrisiken ringt.

Historische Muster sprechen klare Sprache

Die Sorge der Investmentbanken gründet auf historischen Erfahrungen. Seit 1970 führte jeder grössere Ölpreisschock entweder zu einem Bärenmarkt am US-Aktienmarkt oder verschärfte einen bereits laufenden. Bei den drei bedeutendsten Angebotsschocks – dem Golfkrieg 1990, der Finanzkrise 2008 und dem russischen Einmarsch in der Ukraine 2022 – verzeichnete der S&P 500 Verluste zwischen 16 und 57 Prozent, bevor er sich wieder erholte.

Besonders drastisch verlief die Energiekrise der 1970er Jahre. Von seinem Höchststand Anfang 1973 bis zum Tiefpunkt im Oktober 1974 verlor der S&P 500 insgesamt 48 Prozent an Wert, während sich der Ölpreis unerwartet verdreifachte. Selbst der Energiesektor blieb nicht verschont: Der entsprechende Branchenindex fiel um 35 Prozent, ein Aktienkorb aus Chevron und Exxon büsste 44 Prozent ein. Dieser Einbruch erfolgte inmitten einer Stagflation – einer besonders belastenden Kombination aus wirtschaftlicher Stagnation, negativem Wachstum und steigenden Preisen.

Kanadas aktuelle Schwäche als Warnsignal

Die kanadische Wirtschaft liefert derzeit besorgniserregende Signale. Seit fünf Monaten stagniert das Wirtschaftswachstum, seit acht Monaten entstehen keine neuen Arbeitsplätze. Kanada ist als rohstoffexportierendes Land besonders anfällig für Schwankungen bei Energiepreisen. Die dortige Entwicklung könnte ein Frühindikator für breitere wirtschaftliche Verwerfungen sein.

Mechanismen des Ölpreisschocks

JPMorgan beschreibt den Übertragungsweg von Ölpreisen auf Aktienmärkte als direkten Liquiditätseffekt. Steigen die Energiepreise deutlich, bindet dies Kapital, das Unternehmen und Verbraucher anderweitig einsetzen könnten. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten für weite Teile der Wirtschaft, während die Kaufkraft der Konsumenten sinkt. Diese Dynamik belastet Unternehmensgewinne und dämpft das Wirtschaftswachstum – eine Kombination, die Aktienbewertungen unter Druck setzt.

Einordnung für Anleger im DACH-Raum

Für Anleger in der Schweiz, Deutschland und Österreich ist die Entwicklung des S&P 500 von direkter Relevanz. Viele Indexfonds und ETFs, die auch im deutschsprachigen Raum breit gehalten werden, bilden den US-Leitindex ab. Zudem wirken sich Ölpreisschocks auf europäische Märkte häufig ähnlich aus wie auf US-Börsen – wenn auch zeitverzögert oder abgeschwächt.

Die historischen Präzedenzfälle zeigen allerdings auch: Nach jedem der genannten Einbrüche folgte eine Erholung. Langfristig orientierte Anleger sollten daher Kursrückgänge weniger als Katastrophe, sondern als Teil normaler Marktzyklen verstehen. Ob es tatsächlich zu einem erneuten Ölpreisschock kommt, bleibt vorerst Spekulation – die Warnungen renommierter Banken verdienen jedoch Beachtung.

Artikel teilen

Kommentare (0)

Anmelden, um zu kommentieren.

Das könnte dich auch interessieren

Newsletter abonnieren

Erhalte wöchentlich die wichtigsten Markt-Updates und Analysen direkt in dein Postfach.

Verwandte Artikel
Aktien

MSCI World übertrifft DAX langfristig – Diversifikation schlägt Heimatmarkt

Wirtschaft

US-Fertigung stabil trotz Kostenexplosion: Inputpreise auf 4-Jahres-Hoch

Persönliche Finanzen

Trump-Dekret zu Rentenvermögen: Zugang zu alternativen Anlagen wird ausgeweitet