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Polkadot (DOT) verliert über 10 Prozent in einer Woche – Gov2-Upgrade weiter in Entwicklung
Krypto1. Juli 2026· 3 Min. Lesezeit

Polkadot (DOT) verliert über 10 Prozent in einer Woche – Gov2-Upgrade weiter in Entwicklung

Von Redaktion aktie.com

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kernaussagen

    Der native Token DOT der Blockchain-Plattform Polkadot verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen einen Kursverlust von 10,10 Prozent. Damit entwickelte sich DOT schwächer als der Gesamtmarkt für Kryptowährungen, der im selben Zeitraum 5,00 Prozent verlor, sowie schwächer als vergleichbare Smart-Contract-Plattformen, die durchschnittlich 8,30 Prozent einbüßten.

    Governance-Upgrade soll Dezentralisierung stärken

    Parallel zur Kursentwicklung arbeitet das Entwicklerteam an der Umsetzung des Gov2-Upgrades, das im Juni 2022 angekündigt wurde. Das Upgrade zielt darauf ab, die bisherigen Governance-Strukturen grundlegend zu reformieren. Das bestehende System weist zentralisierte Elemente auf: Der Polkadot Council – ein Gremium aus Führungskräften – verfügt über die alleinige Kontrolle bei bestimmten Entscheidungen, darunter die Freigabe von Treasury-Mitteln.

    Das neue Governorship version 2 (Gov2) führt ein Abstimmungssystem ein, das jedem Netzwerkteilnehmer ermöglicht, Vorschläge einzureichen und zur Abstimmung zu bringen. Damit entfallen bevorzugte Strukturen, die bestimmten Gruppen Vorrechte einräumen.

    Polkadot Fellowship ersetzt Technical Committee

    Ein zentraler Bestandteil von Gov2 ist das Polkadot Fellowship, das das bisherige Technical Committee ablöst. Das Fellowship ist darauf ausgelegt, bis zu mehreren Zehntausend Mitglieder aufzunehmen und senkt die Eintrittsbarrieren deutlich. Mitglieder erhalten Rangabstufungen, die ihren erwarteten Grad an Beteiligung an informierten Entscheidungen und ihre Unterstützung von Vorschlägen im Netzwerkinteresse anzeigen.

    Origins- und Tracks-System stuft Vorschläge nach Wichtigkeit ein

    Ein weiteres Element des Gov2-Frameworks ist das Origins- und Tracks-System. Dieser Mechanismus bewertet die Bedeutung von Vorschlägen und bestimmt die angemessene Behandlung. Root-Origins-Vorschläge gelten als besonders sensibel und durchlaufen längere Prüfphasen mit höheren Zustimmungsschwellen. Nur ein solcher hypersensitiver Vorschlag wird gleichzeitig beraten. Weniger sensible Origins-Vorschläge haben kürzere Beratungszeiten und niedrigere Zustimmungsschwellen. Die Einstufung eines Vorschlags legt fest, welche Sicherheitsvorkehrungen greifen und wie lange der Entscheidungsprozess dauert.

    Testphase auf Kusama vor Live-Schaltung

    Gov2 wird zunächst auf Kusama getestet – einer experimentellen Entwicklungsumgebung für Anwendungen, die später auf Polkadot eingesetzt werden sollen. Nach Abschluss der Tests und Audits plant das Team, einen Vorschlag zur Einführung von Gov2 im Polkadot-Netzwerk einzureichen.

    Technologie und Einsatzbereich

    Polkadot ist eine dezentralisierte Blockchain-Plattform mit Proof-of-Stake-Konsensmechanismus (nominierter Proof-of-Stake) und Smart-Contract-Funktionalität. Die Plattform wurde entwickelt, um Interoperabilität zwischen unabhängigen Blockchains zu ermöglichen. Polkadot erlaubt es verschiedenen Blockchains, Daten und Assets sicher auszutauschen, ohne auf zentrale Vermittler angewiesen zu sein.

    Diese Cross-Chain-Kommunikationsarchitektur ermöglicht die Entwicklung dezentralisierter Anwendungen und Dienste, die mehrere Blockchains innerhalb einer einheitlichen Netzwerkarchitektur umfassen. Die Plattform bietet parallele Verarbeitung und nahtlose Kommunikation zwischen unabhängigen Blockchains, was Skalierbarkeit, Flexibilität und Kompatibilität erhöht. Gegenüber Alternativen weist Polkadot nach Angaben des Projekts niedrigere Transaktionsgebühren auf.

    Entstehung und Finanzierung

    Das Projekt wurde von Gavin Wood konzipiert, der zuvor als Mitgründer von Ethereum tätig war. Wood veröffentlichte das Polkadot-Whitepaper im Jahr 2016. Neben Wood waren Robert Habermeier und Peter Czaban an der Gründung beteiligt. Die Kerntechnologie wird von Parity Technologies entwickelt, einem Unternehmen, das Wood 2015 gemeinsam mit Jutta Steiner gründete.

    Im Oktober 2017 sammelte Polkadot im Rahmen eines Initial Coin Offering (ICO) über 144,3 Millionen US-Dollar ein. Im selben Jahr rief Wood zusammen mit Aeron Buchanan, Peter Czaban, Reto Trinkler und Mathias Bucher die Web3 Foundation ins Leben – eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zug, Schweiz. Die Stiftung fördert und finanziert dezentralisierte Web-Technologien auf Blockchain-Basis.

    Entwickler-Tools und Dokumentation

    Im zweiten Quartal 2024 brachte das Team eine neue modulare API-Suite auf den Markt, die Polkadot-API Beta. Das Entwicklerwerkzeug konzentriert sich auf Light Clients und verbesserte Gebührenschätzung. Seit Oktober 2024 steht zudem Entwickler-Dokumentation zu Polkadot-Mechanismen zur Verfügung, darunter Validator-Belohnungen, Era-Points, Auszahlungsverteilung und Nominator-Zahlungen.

    Handelsoptionen und Aufbewahrung

    DOT kann auf zentralisierten Börsen wie Binance oder Bybit erworben werden. Für die langfristige Aufbewahrung und Selbstverwahrung empfehlen Quellen den Transfer der Token in persönliche Wallets wie Best Wallet. Informationen zu Projekten, Auktionen, Crowdloans und weiteren Ressourcen im Polkadot- und Kusama-Ökosystem bietet das Verzeichnis parachains.info.

    Quellen

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