
Polygon erreicht über 2.600 TPS nach sechstem Netzwerk-Upgrade
Von Redaktion aktie.com
Polygon hat Anfang März 2026 ein bedeutendes Netzwerk-Upgrade abgeschlossen und die Transaktionskapazität der Ethereum-Skalierungslösung auf über 2.600 Transaktionen pro Sekunde (TPS) erhöht. Das am 4. März implementierte Upgrade markiert einen weiteren Schritt in der schrittweisen Erhöhung der Netzwerkleistung.
Die Steigerung der Verarbeitungskapazität erfolgte unter anderem durch eine substanzielle Erhöhung der Gas-Limits im Februar 2026 – von 65 Millionen auf 110 Millionen. Diese technische Anpassung ermöglicht dem Netzwerk, deutlich mehr Transaktionen pro Block zu verarbeiten. Für Nutzer bedeutet dies konkret: schnellere Abwicklungszeiten und potenziell niedrigere Gebühren bei hoher Netzwerkauslastung.
Einordnung der Leistungsdaten
Die nun erreichten 2.600 TPS stellen einen Zwischenschritt in Polygons Skalierungsstrategie dar. Zum Vergleich: Ethereum selbst verarbeitet aktuell rund 27 Transaktionen pro Sekunde. Polygon bewegt sich damit im Bereich anderer Layer-2-Lösungen, die darauf ausgelegt sind, die Basisschicht von Ethereum zu entlasten.
Das Netzwerk hatte bereits früher höhere Leistungswerte in spezifischen Konfigurationen erreicht – Polygon PoS beispielsweise kam auf 515,7 TPS im Echtzeitbetrieb. Mit dem sogenannten Madhugiri-Upgrade, das noch im Jahr 2026 geplant ist, peilt das Entwicklerteam eine Kapazität von 1.400 TPS an. Langfristig strebt Polygon bis 2026 sogar 100.000 TPS an, wobei diese Zahl auf theoretischen Maximalwerten in einzelnen Sidechains basiert.
Technischer Hintergrund
Polygon funktioniert als sogenannte Layer-2-Lösung für Ethereum. Das bedeutet: Transaktionen werden nicht direkt auf der Ethereum-Blockchain verarbeitet, sondern auf einer parallel laufenden Infrastruktur gebündelt und erst anschließend in komprimierter Form an Ethereum übermittelt. Dieses Verfahren reduziert die Last auf der Hauptblockchain und ermöglicht höhere Durchsatzraten bei niedrigeren Kosten.
Das aktuelle Upgrade reiht sich in eine Serie von sechs geplanten Netzwerk-Optimierungen ein, die seit September 2024 sukzessive implementiert werden. Dabei verschiebt sich der Fokus des Netzwerks zunehmend von einer allgemeinen Skalierungslösung hin zu spezialisierter Zahlungsinfrastruktur.
Relevanz für Anleger
Für Privatanleger im DACH-Raum ist vor allem die praktische Nutzbarkeit des Netzwerks relevant. Höhere TPS-Werte bedeuten in der Regel stabilere Gebühren auch bei starker Netzwerkauslastung – ein Aspekt, der bei dezentralen Anwendungen und NFT-Transaktionen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die kontinuierliche technische Weiterentwicklung könnte Polygons Position im Wettbewerb der Ethereum-Skalierungslösungen stärken, steht aber auch im direkten Wettbewerb mit anderen Layer-2-Protokollen wie Arbitrum oder Optimism.
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