
Polygon steigert Netzwerk-Kapazität auf über 2.600 Transaktionen pro Sekunde
Von Redaktion aktie.com
Polygon hat seine Netzwerkkapazität nach einer Serie von Upgrades deutlich ausgebaut. Wie das Unternehmen am 4. März 2026 mitteilte, liegt die Transaktionsgeschwindigkeit nun bei über 2.600 Transaktionen pro Sekunde. Damit setzt die Ethereum-Skalierungslösung ihre strategische Roadmap fort, die auf Payment-Network-Niveau abzielt.
Die Erhöhung der Durchsatzleistung erfolgte schrittweise über sechs Netzwerk-Upgrades, die zwischen 2025 und Anfang 2026 implementiert wurden. Das jüngste Update wurde vor rund einem Monat abgeschlossen. Polygon verfolgt damit das Ziel, die Transaktionsabwicklung auf ein Niveau zu bringen, das mit etablierten Zahlungsnetzwerken vergleichbar ist.
Technische Grundlagen der Skalierung
Polygon funktioniert als sogenannte Layer-2-Lösung über dem Ethereum-Netzwerk. Die Plattform nutzt eine Sidechain-Architektur – vereinfacht gesagt werden Transaktionen auf parallel laufende Blockchains ausgelagert, um das Ethereum-Hauptnetz zu entlasten. Die Blockbestätigungszeit liegt dabei unter zwei Sekunden.
Die maximal mögliche Kapazität des Netzwerks wird mit bis zu 65.000 Transaktionen pro Sekunde angegeben. Die nun erreichten 2.600 TPS stellen somit einen Zwischenschritt dar, nicht die technische Obergrenze der Infrastruktur. Entwickler können bei Polygon zudem das Sicherheitsniveau individuell an ihre Anforderungen anpassen.
Kostenstruktur als Wettbewerbsvorteil
Ein zentrales Argument für die Nutzung von Polygon bleiben die Transaktionskosten. Mit durchschnittlich 0,002 US-Dollar pro Transaktion liegen die Gebühren deutlich unter jenen des Ethereum-Hauptnetzes, wo Nutzer je nach Netzwerkauslastung mit einem Vielfachen rechnen müssen. Für Anwendungen mit hohem Transaktionsvolumen – etwa im Bereich dezentraler Finanzdienstleistungen oder Non-Fungible Tokens – kann dieser Kostenvorteil erheblich sein.
Einordnung für Anleger
Die kontinuierlichen Netzwerk-Upgrades unterstreichen Polygons Position als relevante Infrastrukturlösung im Ethereum-Ökosystem. Die Plattform konkurriert nicht direkt mit Ethereum, sondern erweitert dessen Funktionalität – ein Ansatz, der sich etabliert hat, solange Ethereum selbst mit Skalierungsfragen ringt.
Für Privatanleger im DACH-Raum bedeutet dies: Der native Token MATIC profitiert potenziell von steigender Netzwerknutzung, bleibt aber den typischen Volatilitätsrisiken des Krypto-Marktes unterworfen. Die technische Weiterentwicklung ist positiv zu werten, garantiert jedoch keine entsprechende Wertentwicklung des Tokens. Weitere Upgrades sind für 2026 angekündigt, darunter Vorbereitungen auf Ethereums Dencun-Upgrade mit dem Protokoll-Vorschlag EIP-4844, der die Datenkapazität für Rollup-Lösungen wie Polygon erhöhen soll.
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