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Russland verdoppelt Öleinnahmen im April auf 9 Milliarden Dollar dank Iran-Krieg
Rohstoffe9. April 2026· 3 Min. Lesezeit

Russland verdoppelt Öleinnahmen im April auf 9 Milliarden Dollar dank Iran-Krieg

Von Redaktion aktie.com

Zusammenfassung

Russlands Öleinnahmen sind im April 2026 auf rund 9 Milliarden Dollar gestiegen und haben sich damit gegenüber dem Vormonat nahezu verdoppelt. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran-Krieg stoppt seit Februar 2026 Öllieferungen durch diese strategische Route, wodurch die Weltmarktpreise steigen und Russland als Alternativ-Lieferant profitiert. Der Preis für Brent-Rohöl kletterte Anfang März 2026 auf 84 US-Dollar.

Kernaussagen

  • Russlands Öleinnahmen stiegen im April 2026 auf rund 9 Milliarden Dollar und verdoppelten sich damit gegenüber dem Vormonat
  • Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran-Krieg stoppt seit Februar 2026 Öllieferungen und treibt weltweite Energiepreise
  • Der Preis für Brent-Rohöl kletterte Anfang März 2026 auf 84 US-Dollar
  • Russische Seetransporte erreichten 4,11 Millionen Barrel pro Tag – der drittgrößte Wert seit Beginn der Aufzeichnungen
  • Russland könnte zusätzlich bis zu 8,9 Milliarden Euro Mehreinnahmen aus Düngerexporten erzielen
  • Westliche Sanktionen limitieren russische Ölverkäufe auf maximal 60 Dollar pro Barrel bei Nutzung westlicher Dienstleistungen
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Russlands Öleinnahmen sind im April 2026 auf rund 9 Milliarden Dollar gestiegen und haben sich damit gegenüber dem Vormonat nahezu verdoppelt. Die Blockade der Straße von Hormus durch den seit Februar 2026 laufenden Iran-Krieg stoppt Öllieferungen durch diese strategisch wichtige Route und treibt die weltweiten Energiepreise in die Höhe. Russland profitiert als Alternativ-Lieferant von dieser Konstellation erheblich.

Ölpreise steigen auf über 84 Dollar – Russland baut Exporte aus

Der Preis für Brent-Rohöl – die wichtigste Referenzsorte für den internationalen Ölhandel – kletterte Anfang März 2026 auf 84 US-Dollar pro Barrel. Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel, durch die normalerweise etwa ein Drittel der weltweiten Öltransporte auf dem Seeweg fließen. Ihre Blockade verschärft die globale Angebotssituation massiv.

Russische Seetransporte erreichten in dieser Phase 4,11 Millionen Barrel pro Tag – der drittgrößte Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut Daten verschiedener Marktbeobachter verzeichnete Russland den größten wöchentlichen Anstieg der Öleinnahmen seit 2023. Die explodierende Nachfrage nach russischem Öl als Ersatz für blockierte Lieferrouten trifft auf ein Land, das seine Exportinfrastruktur trotz westlicher Sanktionen weitgehend intakt halten konnte.

Westliche Sanktionen werden umgangen – Preisdeckel bei 60 Dollar

Käufer von russischem Erdöl dürfen westliche Dienstleistungen wie Transport oder Versicherungen nur dann nutzen, wenn sie nachweislich maximal 60 Dollar pro Barrel gezahlt haben. Diese Obergrenze wurde von der EU, den G7-Staaten und Australien im Dezember 2022 eingeführt, um Russlands Einnahmen aus dem Ölexport zu begrenzen, ohne die globalen Märkte durch ein Komplettembargo zu destabilisieren.

Russland hat jedoch alternative Exportrouten und Abnehmer erschlossen. Das Land nutzt verstärkt Parallelimporte und liefert Öl etwa an Raffinerien wie Ruwais in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese Umgehungsstrategien ermöglichen es Moskau, von den aktuell hohen Weltmarktpreisen stärker zu profitieren als die Sanktionsarchitektur ursprünglich vorsah.

Zusätzliche Milliarden aus Dünger- und Gasexporten erwartet

Neben den Öleinnahmen rechnen Experten mit weiteren Zusatzerlösen aus anderen Rohstoffexporten. Laut der Deutschen Industrie- und Handelskammer könnte Russland in einem mittleren Szenario bis zu 8,9 Milliarden Euro an Mehreinnahmen beim Dünger erzielen. Thomas Baier, Energieexperte der Kammer, verweist darauf, dass zusammen mit den Gas-Mehrkosten weitere erhebliche Einnahmequellen entstehen.

Die höheren Düngerpreise resultieren ebenfalls aus den Verwerfungen im Nahen Osten. Der Iran ist ein wichtiger Produzent und Exporteur von petrochemischen Produkten, zu denen auch Düngemittel gehören. Fallen iranische Lieferungen aus oder werden verteuert, profitieren Alternativ-Anbieter wie Russland.

Langfristige Risiken trotz kurzfristiger Gewinne

Trotz der aktuell steigenden Einnahmen zeichnen sich mittelfristig auch Risiken für die russische Wirtschaft ab. Störungen im Persischen Golf könnten zu Engpässen bei Importgütern führen, die Russland über Parallelimporte bezieht – von Agrarprodukten bis zu Technologiegütern. Bis zu 20 Prozent der in Russland konsumierten Gurken stammten aus dem Iran.

Auch die russischen Ölexporte selbst könnten mittelfristig leiden, da das Land stärker abhängig von Lieferrouten über den Persischen Golf geworden ist. Die Beteiligung russischer Unternehmen an Bergbauprojekten im Nahen Osten könnte durch die Eskalation gefährdet werden. Die kurzfristigen Zusatzerlöse aus dem Iran-Krieg dürften sich somit nicht einfach in eine dauerhafte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage übersetzen lassen.

Russlands Energieexporte im Spannungsfeld geopolitischer Verwerfungen

Die Entwicklung zeigt, wie stark Russlands Wirtschaft nach wie vor von Rohstoffexporten abhängig ist. Die Verdopplung der Öleinnahmen innerhalb eines Monats verdeutlicht die Volatilität dieser Einnahmequelle. Sie hängt nicht nur von Fördermengen und eigenen politischen Entscheidungen ab, sondern massiv von geopolitischen Krisen in anderen Regionen.

Für westliche Abnehmer russischer Rohstoffe – insbesondere in der EU – verschärft der Iran-Krieg das Dilemma: Einerseits sollen Sanktionen Russlands Einnahmen begrenzen, andererseits treiben globale Angebotsengpässe die Preise und machen russisches Öl auf dem Weltmarkt attraktiver. Die Wirksamkeit der Sanktionsarchitektur wird durch externe Schocks wie die Hormus-Blockade zusätzlich geschwächt.

Quellen

  • Iran-Krieg: Russland gewinnt offenbar Milliarden durch Blockade der Straße von Hormus | FAZ
  • Hormus-Blockade bringt Russland milliardenschwere Zusatzerlöse | tagesschau.de
  • Russland kassiert Milliarden aus zwei Wochen Krieg im Iran, zeigen Daten | Euronews
  • Russland Wirtschaft - aktuelle Lage 2026 und Entwicklung
  • Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Russland - Moskaus große Chance? | Cicero Online

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