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Solana führt P-Token Standard ein: 98% weniger Rechenkosten bei Token-Transfers
Krypto9. April 2026· 2 Min. Lesezeit

Solana führt P-Token Standard ein: 98% weniger Rechenkosten bei Token-Transfers

Von Redaktion aktie.com

Solana hat Mitte März 2026 einen neuen Token-Standard auf dem Testnet aktiviert, der die Rechenkosten für Token-Transfers um bis zu 98 Prozent senken soll. Der sogenannte P-Token Standard wurde am 14. März als Verbesserungsvorschlag SIMD-0266 offiziell genehmigt und ging kurz darauf in der Testumgebung live. Die Einführung im produktiven Mainnet ist für das laufende Jahr geplant.

Drastische Effizienzsteigerung durch neue Architektur

Der P-Token Standard – benannt nach dem zugrunde liegenden Pinocchio-Framework – ersetzt die bisherige SPL-Token-Architektur durch eine grundlegend neu entwickelte Token-Engine. Die Effizienzgewinne sind beträchtlich: Der Rechenaufwand pro Token-Transfer sinkt von rund 4.645 auf etwa 76 Compute Units (CU). Compute Units messen die Ausführungskosten in Solanas Laufzeitumgebung – selbst einfachste Operationen wie das Addieren zweier Zahlen verbrauchen mindestens eine CU.

Konkret bedeutet die Reduktion um 95 Prozent eine 19-fache Effizienzsteigerung gegenüber dem aktuellen Standard. Solana-Programme sind derzeit auf 200.000 CU pro Instruktion und 1,4 Millionen CU pro Transaktion begrenzt – mit dem neuen Standard lassen sich diese Kapazitäten deutlich besser ausnutzen.

Auswirkungen auf die Netzwerkkapazität

Die Kostenreduktion hat direkte Folgen für die Gesamtleistung des Netzwerks. Eine typische Token-Übertragung verbraucht derzeit etwa 5.000 CU. Die Einsparungen durch den P-Token Standard ermöglichen es dem Netzwerk, rund 2.500 zusätzliche Token-Transfers pro Block zu verarbeiten. Diese Kapazitätserweiterung dürfte besonders für DeFi-Anwendungen und NFT-Marktplätze relevant sein, die stark von Token-Transfers abhängen.

Einordnung für den DACH-Raum

Solana konkurriert als Layer-1-Blockchain mit Ethereum und anderen Netzwerken um Marktanteile im DeFi- und NFT-Sektor. Niedrigere Transaktionskosten gelten als wichtiger Wettbewerbsvorteil, insbesondere für massentaugliche Anwendungen. Der P-Token Standard könnte die Position Solanas in diesem Wettbewerb stärken.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum bleibt abzuwarten, wie die tatsächliche Mainnet-Implementierung verläuft und ob sich die im Testnet erzielten Effizienzgewinne in der Praxis bestätigen. Die technische Infrastruktur allein garantiert noch keinen Erfolg – entscheidend ist die Akzeptanz durch Entwickler und Nutzer. Solana hatte in der Vergangenheit wiederholt mit Netzwerkausfällen zu kämpfen, weshalb die Stabilität des neuen Standards genau zu beobachten sein wird.

Der SOL-Token selbst profitiert möglicherweise von verbesserten Netzwerkeigenschaften, wenn dadurch mehr Entwickler und Projekte auf die Plattform kommen. Direkte Kursauswirkungen sind aber schwer vorherzusagen und hängen von zahlreichen Faktoren ab, die über technische Verbesserungen hinausgehen.

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