
Solana verarbeitet 10,1 Milliarden Transaktionen im ersten Quartal
Von Redaktion aktie.com
Solana hat im ersten Quartal 2026 einen neuen Meilenstein erreicht: Das Blockchain-Netzwerk verarbeitete insgesamt 10,1 Milliarden Transaktionen – zum ersten Mal überhaupt überschritt die Plattform die 10-Milliarden-Schwelle in einem einzelnen Quartal. Die Daten stammen von der Analyseplattform Artemis und unterstreichen Solanas Position als eine der aktivsten Blockchains am Markt.
Technische Leistungsdaten im Vergleich
Die Zahlen sind beachtlich, wenn man sie ins Verhältnis zu anderen Blockchains setzt. Solana verarbeitet aktuell etwa 70 Millionen Transaktionen pro Tag. Zum Vergleich: Ethereum, die zweitgrösste Blockchain nach Marktkapitalisierung, schafft auf ihrer Basisschicht weniger als 1,2 Millionen Transaktionen täglich. Das entspricht einem Verhältnis von etwa 58:1 zugunsten von Solana.
Das Netzwerk erreicht diese Durchsatzraten durch eine Kombination aus Proof of History (PoH) und Proof of Stake (PoS). Proof of History ist ein kryptografisches Verfahren, das eine nachweisbare Zeitabfolge von Transaktionen erstellt, bevor diese in einen Block aufgenommen werden. Dies beschleunigt die Validierung erheblich. Die maximale Kapazität liegt bei 65.000 Transaktionen pro Sekunde – theoretisch. In der Praxis werden solche Spitzenwerte selten erreicht, aber die Architektur ermöglicht deutlich höhere Durchsätze als bei Bitcoin oder Ethereum.
DeFi-Aktivität als Wachstumstreiber
Ein wesentlicher Teil der Transaktionen entfällt auf dezentrale Finanzanwendungen (DeFi). Solanas DeFi-Ökosystem verzeichnete einen Total Value Locked (TVL) von über 2,5 Milliarden US-Dollar – eine Kennzahl, die angibt, wie viel Kapital in Smart Contracts gebunden ist. Interessant ist der Vergleich bei den monatlichen Handelsvolumina auf dezentralen Börsen: Solana erreichte zuletzt rund 143 Milliarden US-Dollar, Ethereum etwa 138 Milliarden. Trotz deutlich geringerer Transaktionszahlen liegt Ethereum bei den gehandelten Volumina also gleichauf – was auf höhere Durchschnittswerte pro Transaktion hindeutet.
Einordnung für Anleger
Hohe Transaktionszahlen sind zunächst ein Indikator für Netzwerkaktivität, aber kein direktes Bewertungskriterium. Solana punktet mit niedrigen Gebühren (im Sub-Cent-Bereich) und schneller Finalität (unter einer Sekunde). Das macht die Blockchain attraktiv für Anwendungen mit vielen Mikrotransaktionen – etwa im Gaming oder bei NFT-Marktplätzen.
Allerdings sollten Investoren beachten: Die Blockchain hatte in der Vergangenheit mit Netzwerkausfällen zu kämpfen, die das Vertrauen zeitweise belasteten. Die jüngsten Quartalszahlen zeigen zwar technische Stabilität, doch die langfristige Zuverlässigkeit bleibt ein Beobachtungspunkt. Der Kryptowährungsmarkt ist zudem nach wie vor volatil und regulatorisch unsicher – besonders im Hinblick auf die geplanten EU-Richtlinien (MiCA), die auch in der Schweiz Auswirkungen haben könnten.
Artikel teilen