
SPDR Gold Shares (GLD): Wie der weltgrösste Gold-ETF funktioniert
Von Redaktion aktie.com
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
Kernaussagen
- Der SPDR Gold Shares (GLD) ist ein börsengehandelter Fonds, der physisches Gold in Form von London Good Delivery Bars in Tresoren verwahrt.
- Ein GLD-Anteil entspricht etwa einem Zehntel einer Feinunze Gold und wird in US-Dollar an der NYSE Arca gehandelt.
- Die jährliche Verwaltungsgebühr (TER) des ETF beträgt 0,40 Prozent und wird durch den Verkauf kleiner Goldmengen aus dem Fondsvermögen finanziert.
- Für DACH-Anleger besteht ein Währungsrisiko durch die Notierung in US-Dollar, während europäische Gold-ETFs in Euro das Wechselkursrisiko reduzieren.
- Im Gegensatz zu synthetischen Gold-ETFs hält der GLD tatsächlich physisches Gold und vermeidet damit Gegenparteirisiken aus Derivatgeschäften.
Der SPDR Gold Shares (GLD) ist ein börsengehandelter Fonds (Exchange Traded Fund, kurz ETF), der physisches Gold hält und an der New York Stock Exchange (NYSE Arca) gehandelt wird. Ein ETF ist ein Investmentfonds, dessen Anteile wie Aktien fortlaufend an der Börse gekauft und verkauft werden können. Der GLD bildet die Wertentwicklung des Goldpreises ab, indem der Fonds physische Goldbarren in Tresoren verwahrt.
Funktionsweise des physisch hinterlegten Gold-ETF
Der SPDR Gold Shares wurde im November 2004 aufgelegt und gilt als einer der ersten und grössten Gold-ETFs weltweit. Jeder Anteil des ETF repräsentiert einen Bruchteil einer Feinunze Gold – konkret entspricht ein GLD-Anteil etwa einem Zehntel einer Feinunze (31,1 Gramm) Gold. Die tatsächliche Goldmenge pro Anteil schwankt geringfügig durch Verwaltungskosten und Gebühren.
Das physische Gold wird in Form von London Good Delivery Bars gelagert – standardisierte Goldbarren mit einem Gewicht zwischen 350 und 430 Feinunzen und einem Mindestreinheitsgrad von 99,5 Prozent. Die Verwahrung erfolgt durch HSBC Bank in London sowie in weiteren autorisierten Tresoren.
Zugang zum Goldmarkt für Privatanleger
Für Anleger im DACH-Raum bietet der GLD einen direkten Zugang zum Goldpreis ohne die Notwendigkeit, physisches Gold zu kaufen, zu versichern oder zu lagern. Der ETF wird in US-Dollar gehandelt, was für Schweizer, deutsche und österreichische Investoren ein Währungsrisiko bedeutet: Neben der Goldpreisentwicklung beeinflusst auch der Wechselkurs zwischen US-Dollar und Schweizer Franken beziehungsweise Euro die Rendite.
Der Handel erfolgt über reguläre Wertpapierdepots bei Banken und Online-Brokern. Anleger können während der US-Handelszeiten jederzeit Anteile kaufen oder verkaufen. Die jährliche Verwaltungsgebühr (Total Expense Ratio, TER) liegt bei 0,40 Prozent und wird laufend durch den Verkauf kleiner Goldmengen aus dem Fondsvermögen finanziert.
Abgrenzung zu Goldminen-Aktien und synthetischen ETFs
Im Gegensatz zu Goldminen-Aktien partizipiert der GLD nahezu eins zu eins an der Goldpreisentwicklung, ohne operationelle Risiken einzelner Bergbauunternehmen. Anders als synthetische Gold-ETFs, die den Goldpreis über Derivate oder Swap-Geschäfte nachbilden, hält der SPDR Gold Shares tatsächlich physisches Gold – ein Vorteil bei der Absicherung gegen Gegenparteirisiken.
Die Besteuerung des GLD im DACH-Raum unterscheidet sich je nach Wohnsitzland. In Deutschland unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von ETF-Anteilen der Abgeltungssteuer, in der Schweiz sind sie bei Privatanlegern steuerfrei, sofern keine gewerbsmässigen Handelsaktivitäten vorliegen. In Österreich fällt die Kapitalertragsteuer an. Anleger sollten steuerliche Details mit einem Fachberater klären.
Alternativen im europäischen Markt
Neben dem US-domizilierten GLD existieren in Europa eigene Gold-ETFs, die in Euro notieren und damit das Währungsrisiko für DACH-Anleger reduzieren. Dazu zählen etwa Produkte von Anbietern wie iShares, Invesco oder Xetra-Gold. Letzteres bietet zusätzlich die Möglichkeit der physischen Auslieferung von Gold ab bestimmten Mindestmengen.
Der SPDR Gold Shares bleibt aufgrund seiner Liquidität und seines hohen Handelsvolumens eine häufig genutzte Option für institutionelle und private Anleger weltweit. Die Wahl zwischen US- und Europa-domizilierten Gold-ETFs hängt von individuellen Präferenzen hinsichtlich Währungsrisiko, Handelsplatz und steuerlicher Behandlung ab.
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