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SPX-Optionshändler setzen massiv auf steigende Kurse trotz Iran-Krise
ETFs31. März 2026· 2 Min. Lesezeit

SPX-Optionshändler setzen massiv auf steigende Kurse trotz Iran-Krise

Von Redaktion aktie.com

Die Optionsmärkte rund um den S&P 500 Index zeigen ein ungewöhnlich bullisches Bild. Händler kaufen derzeit aggressiv Call-Optionen auf den SPX – ein Zeichen für wachsenden Optimismus trotz erhöhter Volatilität. Hintergrund ist der anhaltende Iran-Konflikt, der seit vier Wochen die Märkte belastet und die implizite Volatilität über alle Anlageklassen hinweg hat steigen lassen.

Rotation von Absicherung zu Gewinnchancen

Bemerkenswert ist die aktuelle Verschiebung im Optionsmarkt: Die sogenannte Put-Skew für einmonatige SPX-Optionen ist auf ein Jahrestief gefallen. Put-Skew misst die relative Nachfrage nach Put-Optionen gegenüber Call-Optionen. Ein niedriger Wert signalisiert, dass Anleger weniger Absicherung gegen Kursverluste suchen.

Konkret bedeutet dies: Investoren lösen bestehende Absicherungspositionen auf und setzen das freigewordene Kapital für Wetten auf steigende Kurse ein. Diese Rotation von defensiven zu offensiven Positionen deutet auf eine Zunahme der Risikobereitschaft hin – trotz geopolitischer Unsicherheiten.

Was bedeutet das für Privatanleger?

Die aggressive Call-Käufe werden oft als Signal des "smart money" interpretiert – also institutioneller Marktteilnehmer mit Informationsvorsprung. Allerdings ist Vorsicht geboten: Ungewöhnliche Optionsaktivitäten können Wendepunkte markieren, aber ebenso in die Irre führen.

Das Put/Call-Verhältnis gilt als Stimmungsindikator. Wenn das Gesamtvolumen von Call- oder Put-Optionen das aktuelle Open Interest übersteigt, wird dies als ungewöhnlich betrachtet und kann auf einen starken Richtungstrend hindeuten. Extreme Werte zeigen dabei besonders hohe Überzeugung der Marktteilnehmer.

Volatilität bleibt erhöht

Trotz der optimistischen Positionierung bleibt die implizite Volatilität über dem Durchschnitt. Der Iran-Konflikt sorgt weiterhin für Unsicherheit. Die Kombination aus erhöhter Volatilität und bullischer Optionsnachfrage ist ungewöhnlich – typischerweise sinkt bei steigendem Optimismus auch die Volatilität.

Für Anleger im DACH-Raum bedeutet dies: Die US-Märkte signalisieren Zuversicht, doch die Nervosität ist noch nicht verschwunden. Wer über Investments in S&P-500-Produkte wie den SPDR S&P 500 ETF (SPY) nachdenkt, sollte beachten, dass die aktuelle Optionsaktivität auf kurzfristige Spekulationen hindeutet – nicht unbedingt auf langfristige Überzeugung.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob sich der Optimismus der Optionshändler bestätigt oder ob die geopolitischen Risiken doch noch stärker durchschlagen.

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