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US-Iran-Waffenstillstand: Wie sich die Entspannung auf Gold, Öl und Aktien auswirkt
Märkte8. April 2026· 4 Min. Lesezeit

US-Iran-Waffenstillstand: Wie sich die Entspannung auf Gold, Öl und Aktien auswirkt

Von Redaktion aktie.com

Zusammenfassung

Die angekündigte zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran führt zu deutlichen Marktbewegungen: Rohölpreise fallen teils zweistellig auf den niedrigsten Stand seit Mitte März, während Aktienmärkte kräftig zulegen – der SMI notiert rund 3 Prozent im Plus. Gold enttäuscht als sicherer Hafen und gibt trotz anhaltender Unsicherheit um 0,6 Prozent nach.

Kernaussagen

  • Nach Ankündigung der Waffenruhe zwischen USA und Iran fielen Rohölpreise teils zweistellig auf den niedrigsten Stand seit Mitte März 2026
  • Der Swiss Market Index (SMI) notierte am Tag nach der Waffenstillstands-Ankündigung rund 3 Prozent im Plus
  • Gold gab trotz anhaltender Unsicherheit um 0,6 Prozent nach und enttäuschte als klassischer Krisenschutz
  • Die Internationale Energieagentur hatte bereits eine Rekordfreigabe von 400 Millionen Barrel Ölreserven beschlossen
  • Brent-Öl notiert trotz Rückgang weiterhin über dem Vorkriegsniveau vom Februar 2026
  • Der Irankrieg begann am 28. Februar 2026 mit gemeinsamen Angriffen Israels und der USA, bei denen unter anderem Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet wurde
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Die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat an den globalen Finanzmärkten für deutliche Bewegungen gesorgt. Investoren bauen die seit Ende Februar eingepreiste Kriegsprämie ab – jene Risikoaufschläge, die während der militärischen Eskalation in die Kurse eingeflossen sind. Die Reaktionen fallen je nach Anlageklasse unterschiedlich aus und werfen die Frage auf, wie nachhaltig die Entspannung tatsächlich ist.

Hintergrund: Vom Kriegsbeginn zur Waffenruhe

Der Irankrieg 2026 begann am 28. Februar 2026 mit gemeinsamen Angriffen Israels und der USA auf den Iran. Zu den Zielen gehörten hochrangige iranische Militär- und Regierungsvertreter. Bei einem Luftangriff wurde Irans Oberster Führer Ali Chamenei getötet, ebenso Verteidigungsminister Asis Nassirsadeh, der Anführer der islamischen Revolutionsgarde Mohammad Pakpour, Verteidigungsrats-Vorsitzender Ali Schamchani und Generalstabschef Abdolrahim Mousavi.

Der Iran reagierte Stunden später mit Vergeltungsangriffen auf Israel und US-amerikanische Militäreinrichtungen in mindestens neun Ländern: Katar, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irak, Jordanien, Kuwait sowie zivile Infrastruktur im Oman und einem britischen Militärstützpunkt auf Zypern. Die überraschende Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe Anfang April 2026 setzte dieser Eskalationsspirale vorerst ein Ende.

Ölpreise: Zweistellige Rückgänge nach Kriegsprämien-Abbau

Die unmittelbare Reaktion am Rohölmarkt fiel deutlich aus. Nach der Waffenruhe-Ankündigung gaben die Rohölpreise teils zweistellig nach und erreichten laut Süddeutscher Zeitung den niedrigsten Stand seit Mitte März. Während der Eskalationsphase war ein Fass West Texas Intermediate zeitweise um 3,7 Prozent auf 116,56 Dollar gestiegen.

Trotz des Rückgangs notiert Brent-Öl weiterhin über dem Vorkriegsniveau vom Februar 2026. Diese anhaltende Risikoprämie deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer eine erneute Eskalation nicht ausschliessen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte bereits am 11. März 2026 einstimmig beschlossen, 400 Millionen Barrel Öl aus den Reserven ihrer 32 Mitgliedsländer freizugeben – ein Rekordvolumen, das Lieferausfälle verhindern und die nervösen Märkte beruhigen sollte.

An den Tankstellen im DACH-Raum bleibt die Entspannung allerdings aus. Die Spritpreise verharren auf hohem Niveau, da sich Rohölpreisschwankungen nur verzögert und unvollständig auf Endverbraucherpreise durchschlagen.

Aktienmärkte: Kräftige Kursgewinne und Sektorrotation

Die Aktienmärkte reagierten mit deutlichen Kursgewinnen. Der Swiss Market Index (SMI) notierte am Tag nach der Waffenstillstands-Ankündigung rund 3 Prozent im Plus, wie die NZZ berichtete. Weltweit stiegen die Kurse kräftig, da Investoren die nachlassenden geopolitischen Risiken honorierten.

Stephen Dover, Chefanlagestratege bei Franklin Templeton, sieht in der Marktbewegung den Abbau der zuvor eingepreisten Kriegsprämie. Die Angst vor einer weiteren militärischen Eskalation und möglichen Angriffen auf kritische Infrastruktur – insbesondere die Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel der globalen Öllieferungen fliessen – weicht vorerst einer vorsichtigen Entspannung.

Eine Breitenrotation könnte sich abzeichnen: Defensive Titel und rohstoffnahe Aktien, die während der Eskalation als Absicherung dienten, dürften unter Druck geraten. Stattdessen könnten zyklische Werte und Qualitätswachstumstitel profitieren, die von einer stabilen geopolitischen Lage stärker abhängen. Technologiewerte, Konsumgüteraktien und Industrietitel aus dem DACH-Raum, die unter der Unsicherheit gelitten hatten, zeigen erste Erholungstendenzen.

Gold: Klassischer Krisenschutz enttäuscht

Überraschend reagierte Gold auf die Waffenruhe-Ankündigung. Das Edelmetall, das traditionell als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt, gab um 0,6 Prozent nach. Diese Schwäche wirft Fragen über die aktuelle Funktion von Gold als Portfolioabsicherung auf.

Mehrere Faktoren könnten die Entwicklung erklären: Zum einen reduzieren Investoren ihre Absicherungspositionen, da das unmittelbare Kriegsrisiko abnimmt. Zum anderen konkurriert Gold mit anderen sicheren Anlagen wie Staatsanleihen, deren Renditen zuletzt gestiegen sind. Die nachlassende Nachfrage nach Krisenabsicherung führt zu Gewinnmitnahmen bei Positionen, die während der Eskalationsphase aufgebaut wurden.

Für Anleger im DACH-Raum, die Gold als Portfoliobeimischung halten, bleibt die Frage relevant, ob das Edelmetall bei einer erneuten Eskalation seine Schutzfunktion wieder wahrnehmen würde. Die aktuelle Schwäche könnte auch auf veränderte Kapitalflüsse hinweisen, bei denen institutionelle Investoren ihre Allokation überdenken.

Wie verlässlich ist die Entspannung?

Die Waffenruhe ist auf zwei Wochen begrenzt – ein Zeitraum, der kaum ausreicht, um die tiefgreifenden Konflikte zwischen den beteiligten Parteien zu lösen. Die Märkte preisen derzeit eine Entspannung ein, doch die Unsicherheit bleibt hoch. Die Risikoeinschätzung der Result Group hat den Iran weiterhin auf Level 5 (Rot) eingestuft, dem höchsten Risikoniveau. Saudi-Arabien wurde in bestimmten Regionen von Level 3 auf Level 4 hochgestuft, Oman landesweit auf Level 4 angehoben.

Für Privatanleger im deutschsprachigen Raum bedeutet dies: Die aktuellen Marktbewegungen spiegeln kurzfristige Erleichterung wider, nicht aber eine strukturelle Verbesserung der geopolitischen Lage. Wer auf Rohstoff-ETFs setzt, sollte sich der hohen Volatilität bewusst sein. Finanztip rät generell von solchen spekulativen Investments ab, da sie für Privatanleger schwer einzuschätzen sind und hohe Schwankungen mit sich bringen.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Waffenruhe in konkrete Verhandlungen mündet oder ob nach Ablauf der zwei Wochen eine erneute Eskalation droht. Bis dahin dürften die Märkte volatil bleiben, wobei jede Nachricht aus der Region für deutliche Kursbewegungen sorgen kann.

Quellen

  • Waffenstillstand (?) - Bondguide
  • Irankrieg 2026 - Wikipedia
  • Nach Waffenruhe-Ankündigung: Ölpreis bricht ein - Süddeutsche Zeitung
  • IEA beschließt Rekordfreigabe von 400 Millionen Barrel Ölreserven - Euronews
  • Der Ölpreis fällt, die Aktienkurse steigen - NZZ
  • Risikoeinschätzung Fokus Nahost 2026 - Result Group
  • Iran-Konflikt treibt Gold und Öl - Finanztip

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