
US-Technologiewerte unter Druck: Tesla, Nvidia und Palantir verlieren deutlich
Von Redaktion aktie.com
Die US-Börsen haben am Montag, 30. März 2026, einen turbulenten Handelstag erlebt. Der Nasdaq-Index gab um 1,7 Prozent nach, während der Dow Jones um 555 Punkte fiel. Auslöser waren Äusserungen von US-Präsident Trump sowie Fed-Chef Jerome Powell, die bei Anlegern für Verunsicherung sorgten.
Technologiewerte unter Druck
Besonders hart traf es die Technologiebranche. Tesla verlor 2,5 Prozent, während Nvidia mit einem Minus von über 3 Prozent auf 189,02 Dollar zurückfiel. Der Chiphersteller Micron verzeichnete je nach Handelsphase Verluste zwischen 3,1 und 9,7 Prozent.
Noch deutlicher fiel der Rückgang bei AMD aus: Die Aktie stürzte um über 15 Prozent ab. Intel büsste nahezu 4,7 Prozent ein. Die Marktbreite verdeutlichte die negative Stimmung: An der Nasdaq überwogen fallende Titel die steigenden im Verhältnis 2,33 zu 1.
Palantir trotz guter Zahlen im Minus
Besonders bemerkenswert: Palantir Technologies verlor trotz besser als erwarteter Quartalsergebnisse zeitweise bis zu 12 Prozent. Der Datenanalyse-Spezialist, der als einer der Profiteure des KI-Booms gilt, konnte sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Dies deutet darauf hin, dass übergeordnete Marktfaktoren aktuell stärker wiegen als einzelne Unternehmensnachrichten.
Powell signalisiert Abwarten bei Energiepreisen
Fed-Chef Jerome Powell kündigte an, dass die Notenbank den aktuellen Energiepreisschock "durchblicken" werde. Diese Formulierung wird von Marktteilnehmern üblicherweise so interpretiert, dass die Fed vorübergehende Preissteigerungen bei ihrer Geldpolitik nicht berücksichtigt und zunächst abwartet.
Parallel dazu stiegen die Ölpreise deutlich. WTI-Futures legten zu, nachdem anhaltende Bedrohungen für Exporte über das Rote Meer sowie iranische Infrastruktur die Risikoprämie erhöhten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel im Gegenzug.
Korrektur ausgeweitet
Sowohl Dow Jones als auch Nasdaq befinden sich mittlerweile in einer Korrektur. Von einer Korrektur sprechen Marktteilnehmer, wenn ein Index mindestens 10 Prozent von seinem jüngsten Höchststand zurückfällt. Historisch betrachtet sind solche Phasen nicht ungewöhnlich: Sie treten im Durchschnitt alle ein bis zwei Jahre auf und dauern meist einige Wochen bis Monate.
Einordnung für Anleger
Die aktuelle Schwäche konzentriert sich stark auf Technologie- und KI-Aktien, die in den vergangenen Monaten besonders stark gelaufen waren. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, steigenden Energiepreisen und Unsicherheit über die weitere Fed-Politik belastet das Sentiment. Für langfristig orientierte Anleger könnten sich mittelfristig Einstiegschancen ergeben, kurzfristig dürfte die Volatilität jedoch erhöht bleiben.
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