
Ich bin gerade über einen Artikel zum Vanguard Total Stock Market ETF gestolpert und frage mich, ob das auch für uns hier in Deutschland Sinn macht. Der VTI bildet ja über 3500 US-Aktien ab, also wirklich den kompletten amerikanischen Markt. Klingt auf den ersten Blick super diversifiziert.
Aber ich habe ein bisschen Bauchschmerzen damit. Erstens ist der Technologiesektor mit 36 Prozent schon sehr dominant, auch wenn das natürlich die aktuelle Marktgewichtung widerspiegelt. Zweitens und wichtiger finde ich: Ich habe mit meinem MSCI World und dem Vanguard FTSE All World ETF ja bewusst auf globale Diversifikation gesetzt, um eben nicht nur von einem einzigen Land abhängig zu sein.
Klar, die USA sind wirtschaftlich stark und die großen Tech-Konzerne wie Apple, Microsoft und Nvidia sind absolute Schwergewichte. Aber komplett auf Amerika zu setzen und Europa, Asien und Schwellenländer außen vor zu lassen, fühlt sich für mich persönlich zu riskant an. Ich verdiene mein Geld in Euro, lebe hier, und möchte nicht alles auf eine regionale Karte setzen, auch wenn die historisch gut gelaufen ist.
Andererseits argumentieren manche ja, dass die großen US-Konzerne sowieso global aufgestellt sind und man über sie indirekt weltweit investiert ist. Stimmt das wirklich oder ist das eher eine Scheinberuhigung?
Wie seht ihr das? Habt ihr VTI im Portfolio oder bleibt ihr bei breiteren globalen ETFs? Ich persönlich bleibe vorerst bei meinem All World, aber würde gerne eure Meinungen hören, besonders wenn jemand beide Ansätze vergleichen kann.
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