
Hallo zusammen, ich hab gerade den Artikel über die Hormuz-Blockade und die Auswirkungen auf Industrie-ETFs gelesen und bin ehrlich gesagt etwas verunsichert. Ich bespare seit etwa zwei Jahren den MSCI World und den Vanguard FTSE All-World für meine Altersvorsorge, also ganz klassisch und breit gestreut. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass solche breiten ETFs durch ihre Diversifikation relativ robust gegen solche Ereignisse sind.
Jetzt lese ich aber, dass Transport, Chemie und konsumnahe Industrien besonders betroffen sein könnten. Das sind ja nicht gerade Nischensektoren, sondern ziemlich große Teile der globalen Wirtschaft. Klar, bei einem Welt-ETF sind nicht nur diese Branchen drin, aber komplett ignorieren kann man das ja auch nicht.
Meine Frage an die erfahreneren unter euch: Sollte man als langfristig orientierter Anleger solche geopolitischen Entwicklungen überhaupt in seine Strategie einfließen lassen? Oder ist das genau die Art von kurzfristigen Ereignissen, die man einfach aussitzen sollte? Ich habe eigentlich vor, die nächsten zwanzig bis dreißig Jahre kontinuierlich zu besparen, aber irgendwie fühlt sich die weltpolitische Lage momentan besonders brenzlig an.
Momentan zahle ich einfach stur weiter meine monatliche Rate ein, egal wie die Kurse stehen. Das war bisher mein Plan und hat auch gut funktioniert. Aber macht es vielleicht Sinn, in solchen Phasen die Rate zu erhöhen und günstig nachzukaufen? Oder ist das schon wieder Market Timing, was ich eigentlich vermeiden wollte?
Würde mich sehr über eure Einschätzungen freuen, besonders von denen, die schon länger dabei sind und vielleicht ähnliche Krisen mitgemacht haben.
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