
Moin zusammen, ich bin gerade über eine Analyse gestolpert, die mich doch ziemlich nachdenklich gemacht hat. Es gibt wohl aktuell neun verschiedene Indikatoren, die gleichzeitig auf einen möglichen Bärenmarkt hindeuten. Das Ungewöhnliche dabei ist, dass der VIX, also der Volatilitätsindex, diese Warnzeichen überhaupt nicht widerspiegelt und ziemlich ruhig bleibt.
Jetzt frage ich mich ernsthaft, wie man damit umgehen soll. Auf der einen Seite habe ich in den letzten Jahren gelernt, dass solche technischen Indikatoren durchaus ihre Berechtigung haben und man sie nicht einfach ignorieren sollte. Andererseits ist der VIX ja so etwas wie das Angstbarometer des Marktes, und wenn der so entspannt bleibt, könnte das bedeuten, dass die institutionellen Anleger die Lage anders einschätzen.
Ich selbst bin mit einem Teil meines Portfolios im MSCI World und VGWL investiert, also breit gestreut. Historisch gesehen haben sich solche Phasen immer wieder ausgeglichen, aber die Frage ist natürlich, ob man jetzt vielleicht doch etwas vorsichtiger agieren sollte. Cash-Quote erhöhen? Mehr in defensive Werte umschichten? Oder einfach aussitzen und weiter den Sparplan laufen lassen?
Was mich zusätzlich irritiert ist genau diese Diskrepanz zwischen den fundamentalen Warnsignalen und der Marktsentiment-Messung. Entweder übersehen die ganzen Algorithmen und Market Maker etwas, oder die neun Indikatoren sind in der aktuellen Marktlage vielleicht weniger aussagekräftig als früher. Die Märkte haben sich ja auch verändert, allein durch den massiven Einfluss von ETFs und passivem Investing.
Wie seht ihr das? Verlasst ihr euch mehr auf solche technischen Warnsignale oder eher auf Sentiment-Indikatoren wie den VIX? Und habt ihr eure Strategie in den letzten Wochen vielleicht schon angepasst, weil euch die Gesamtlage komisch vorkommt?
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