
Die Meldung zur möglichen Hormuz-Blockade hat mich heute ziemlich nachdenklich gemacht. Etwa ein Drittel des weltweit verschifften Öls geht durch diese Meerenge, und wenn da wirklich dicht gemacht wird, betrifft das ja nicht nur Energiewerte. Meine Erfahrung zeigt, dass solche Lieferkettenrisiken oft unterschätzt werden, gerade bei breit diversifizierten ETFs. Ich habe mir heute mal meinen iShares STOXX Europe 600 genauer angeschaut und festgestellt, dass da durchaus einige Chemie- und Industriewerte drin sind, die stark von asiatischen Lieferketten abhängen. Das Gleiche gilt vermutlich für viele andere breite Indices. Was mich interessiert: Schaut ihr euch bei geopolitischen Eskalationen wie jetzt die Sektorgewichtung eurer ETFs genauer an? Ich persönlich würde jetzt nicht gleich umschichten, aber ein bisschen mehr Bewusstsein für die indirekten Exposures kann sicher nicht schaden. Gerade bei Transport- und Chemieanteilen könnte es kurzfristig holprig werden. Habt ihr eure Portfolios diesbezüglich mal durchleuchtet oder seht ihr das entspannter?
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