
Hallo zusammen, ich hab gerade einen Artikel gelesen, dass defensive Sektoren ETFs aus Gesundheit, Basiskonsumgüter und Versorgung in den letzten Monaten den breiten Markt deutlich übertroffen haben. Das hat mich ziemlich ins Grübeln gebracht, weil ich bisher hauptsächlich in meinen MSCI World und Vanguard FTSE All World investiere.
Ich bin ehrlich gesagt noch relativ neu beim Investieren und habe zwei kleine Kinder, deshalb ist mir Sicherheit schon wichtig. Die Idee, dass defensive Sektoren besser laufen, klingt erstmal beruhigend. Aber jetzt frage ich mich natürlich, ob ich mein Portfolio anpassen sollte oder ob das schon wieder Market Timing wäre, was man ja eigentlich nicht machen soll.
Meine Überlegung wäre gewesen, vielleicht einen kleinen Teil in einen defensiven ETF umzuschichten, aber dann denke ich mir wieder, dass meine breiten Welt ETFs ja sowieso schon diese Sektoren enthalten. Ist es dann überhaupt sinnvoll, das extra zu gewichten? Oder verwässere ich damit nur meine Strategie?
Was mich auch interessiert ist die Frage, wie lange so eine defensive Phase normalerweise anhält. Wenn sich der Markt wieder dreht und die Wachstumswerte anziehen, ärgere ich mich dann vielleicht, dass ich umgeschichtet habe? Andererseits will ich natürlich auch nicht einfach nur zusehen, wenn es bessere Optionen gibt.
Hat jemand von euch Erfahrung damit, defensive Beimischungen ins Portfolio zu nehmen? Macht das bei einem langfristigen Anlagehorizont überhaupt Sinn, oder sollte ich einfach bei meiner ursprünglichen Strategie bleiben und die Schwankungen aussitzen?
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