
Ich habe gerade einen interessanten Artikel über die fundamentale Verschiebung im S&P 500 gelesen und bin etwas ins Grübeln gekommen. Die These ist ja, dass Tech- und KI-Konzerne den Index mittlerweile komplett dominieren und sich die Gewinnentwicklung immer stärker von der Beschäftigung entkoppelt. Das macht mich als Vermögensmanagerin schon nachdenklich, wenn ich an die klassischen Weltportfolios mit MSCI World und Co. denke.
Meine Erfahrung zeigt, dass breite Streuung normalerweise das A und O ist, aber wenn ein Großteil der Indexperformance nur noch von einer Handvoll Tech-Giganten getragen wird, ist das dann wirklich noch Diversifikation? Auf der anderen Seite würde eine Untergewichtung von Tech bedeuten, dass man bewusst gegen den Trend wettet. Das habe ich in meiner Beratungspraxis schon oft gesehen, und das geht meistens nicht gut aus.
Was mich besonders interessiert: Seht ihr das auch so kritisch? Bleibt ihr bei euren breiten ETFs oder habt ihr eure Strategie angepasst? Ich persönlich halte weiter am MSCI World fest, aber überlege, ob ich nicht zusätzlich in dividendenorientierte oder europäische Titel gehen sollte, um das Klumpenrisiko etwas abzufedern. Was meint ihr dazu?
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